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Photo credit: Paul Ellis/Getty Images

Wie der neue Entwicklungscoach Vitor Matos den nächsten Trent sucht

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  • Autor Robin Wittwer
    3 Monat(e) vor



Der Portugiese Vitor Matos stieß vergangenen Oktober vom FC Porto zum LFC. Wie er sein Wissen aus der berühmten Porto-Nachwuchsschmiede in Liverpool einsetzen möchte, erläutert er in einem Interview.

Dabei ist es seine Aufgabe, als 'elite development coach' vielversprechende Talente aus der Academy in Kirkby in die erste Mannschaft zu integrieren. Matos agiert also als Brückenbauer zwischen den U18/U23 Teams sowie Jürgen Klopps erster Mannschaft. Der jetzige Assistenztrainer Pepijn Lijnders hatte diese Rolle lange inne, mit Matos wurde aber ein würdiger Nachfolger gefunden.

Um die Talente erfolgreich zu fördern, müsse man auch immer die Menschen dahinter sehen, so Matos:

„Meine Rolle ist es, mir die Academy-Spieler anzusehen und dann ihnen zu helfen, die Spielweise der ersten Mannschaft zu erlernen. Dies muss allerdings den individuellen Fortschritt der Spieler beeinhalten.“

„Als ich hier ankam, musste ich zuerst alle U18 und U23 Spieler kennenlernen und diskutieren, wie deren Pläne für die Zukunft aussehen.“

 

 

„Ich musste lernen, mit wem ich über bestimmte Dinge reden muss, um dieses Ziel zu erreichen. Es geht darum, den Verein kennen zu lernen und zu erfahren, was die Erwartungen an die Spieler sind.“

„Ich bin der Auffassung, dass man einen jungen Spieler im Herzen berühren muss, um ihn zu verbessern - Jürgen [Klopp] macht das fantastisch.“

„Wie er [Klopp] mit den Spielern spricht, sie versteht und den Menschen dahinter sieht ist großartig. Dieses Tatsache macht meinen Job einfacher, denn er und der Rest des Trainerstabs kreieren ein einzigartiges Umfeld.“

„Wir sehen die Entwicklung der ersten Mannschaft in den letzten Jahren, aber gleichzeitig kommen immer junge Spieler nach, was brilliant ist.“

Diese Aussage wird von den Einsätzen der Academy-Spieler untermauert. Rhian Brewster, Harvey Elliott, Ki-Jana Hoever, Neco Williams, Sepp van den Berg sowie Curtis Jones sind die jüngsten Beispiele, dass talentierte Eigengewächse unter Klopp eine Chance bekommen. Sie standen alle beim verrückten 5:5 (10:9 nach Elfmeterschießen) im League Cup gegen Arsenal auf dem Platz.

 

 

Trent Alexander-Arnold als Vorzeigespieler

Das beste Beispiel, dass gute Jugendarbeit irgendwann belohnt wird, ist der Scouser Alexander-Arnold. Innerhalb von weniger als drei Jahren seit seinem Debüt in der ersten Mannschaft entwickelte er sich zum wohl besten Aussenverteidiger der Welt.

Die oben genannten Talente wie Brewster und Konsorten haben sich zwar schon ins Rampenlicht gespielt, dennoch ist es alles andere als sicher, dass sie sich ähnlich erfolgreich entwickeln werden wie Alexander-Arnold. Deshalb ist es wichtig, schon jetzt die nächste Generation an Liverpooler Talenten heran zu züchten. Matos sagt dazu:

„Alle arbeiten hart daran, den nächsten Spieler von der Academy in die erste Mannschaft zu bringen. Trent's Werdegang war unglaublich - er begann hier als junger Spieler und jetzt ist er in der ersten Mannschaft. Ein solches perfektes Projekt müssen wir wieder finden.“

 

 

„Diese Gruppe ist nicht geschlossen, andere Spieler können dazustoßen.“

Es ist keine kontroverse Aussage zu behaupten, dass die sportliche Zukunft des Liverpool FC mit Klopp, Lijnders und neuerdings auch Matos in ausgezeichneten Händen liegt. Alle sind dafür bekannt, jungen Talenten eine Chance zu geben.

Mit der Fertigstellung des neuen Trainingsgeländes in Kirkby ab nächster Saison wird die erste Mannschaft und die Academy noch näher zusammenrücken. Vielleicht spielt der neue Trent schon beim LFC und wartet nur darauf, von Matos nach Anfield gecoacht zu werden.





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