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Jürgen Klopp vom FC Liverpool ratlos am Spielfeldrand gegen Chelsea - Redmen Family, FC Liverpool Fans Deutschland, Premier League
Photo credit: Getty Images

Weiteres Turnier für Liverpool? UEFA plant ein hochkarätiges Sommerturnier

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  • Autor André Völkel
    21 Monat(e) vor



Jürgen Klopp dürfte nicht glücklich sein, denn die UEFA und die FIFA haben weitere Pläne für noch mehr Fußball ausserhalb der Saison.

Das dürfte sicherlich auch die Spieler des Liverpool FC und einigen Fans sauer aufstoßen. Noch mehr Fussball und das in der wichtigen Sommerpause. Die FIFA plant die Anpassung der aktuellen Klub-Weltmeisterschaft. Die neue "Klub-WM" soll auf 24 Mannschaften erweitert werden und ab dem Sommer 2021 in acht Austragunsstädte gespielt werden.

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Das erste Turnier wird in China stattfinden und acht Mannschaften aus Europa im Teilnehmerfeld haben. Die UEFA hat allerdings nochmal eigene Pläne ein weiteres Turnier zu unterstützen, das "im Wesentlichen eine Erweiterung des International Champions Cup (kurz ICC) " sein soll.

 

 

Fifa gegen Uefa

Liverpool spielte schon 2014, 2016 und 2018 im ICC. Das Turnier erforderte eine Anpassung ihrer Vorbereitungsphase und wurde genutzt um durch die USA zu reisen. Die Vereinigten Staaten sollen dieses Mal der erste Austragungsort des "neuartigen" Turniers werden. Die UEFA billigte die Pläne und lässt das Turnier in den nächsten acht Jahren von "Relevant Sports" organisieren. Gerüchten zufolge sollen die teilnehmenden Vereine sich verpflichten den ersten Kader aufzustellen, sofern dies möglich sei. Liverpool soll nach diversen Berichten daran interessiert sein, einer der Teilnehmer zu sein.

 

 

Belastungen: Geht es nur ums Geld? 

Aus Liverpooler Sicht scheint es eher unwahrscheinlich, dass die Reds jedes Jahr teilnehmen werden. Immerhin werden 12 Mannschaften benötigt, das Turnier soll über mehrere Wochen laufen und könnte einen Großteil der Vorbereitungsphase einnehmen. Es ist ausserdem fraglich, ob Jürgen Klopp dieses Engagement der Offiziellen unterstützt. Immerhin ist er einger den wenigen international bekannten Trainer, die sich offen und direkt Sorgen machen über die zunehmende Belastung der Spieler.

Alleine in diesem Sommer stören neben der Europameisterschaft, Copa America noch die Olympischen Spiele die Vorbereitung von Liverpool und vielen anderen Teams. Im Winter findet ausserdem der Afrika-Cup statt, zudem unter anderem Mohamed Salah, Naby Keita und Sadio Mané für längere Zeit ausfallen können. Salah ist sogar von zwei Turnieren betroffen und könnte fast die komplette Vorbereitung und einen weiteren Monat während der Premier-League-Saison fehlen.

 

 

Der finanzielle Aspekt der neuen Turniere der UEFA und der FIFA ist zweifellos für Vereine wie Liverpool verlockend, aber sie könnten sicherlich nur funktionieren, wenn sie als Vorbereitungsturniere mit einer lockeren Ausrichtung und Teamauswahl gesehen werden.

Jürgen Klopp: Qualität statt Quantität

Klopp hat die Anforderungen an die Spieler aufgrund ihres Zeitplans wiederholt kritisiert, zuletzt mit dem vollen Winterkalender und der Farce um die Winterpause der Premier League.

 

 

"(...) was wir tun, ist Fußball auf die Leute zu werfen. Wie viele Spiele gab es am zweiten Weihnachtsfeiertag? Es gab vielleicht einige Fans, die alle live miterlebt haben. Ich glaube nicht, dass das gut für ihre Beziehung ist. Es ist nicht gut für meine, und ich schaue schon viel Fussball. Die Leute sagen 'ja, wir bekommen das Geld nur wegen der Anzahl der Spiele'. Das sehe ich nicht so. Wie immer im Leben geht es um Qualität, nicht um Quantität."

"Ja, ohne das Geld funktioniert es nicht, aber ohne die Spieler funktioniert es auch nicht so gut."

Es steht ausserdem die Frage im Raum, wie groß mittlerweile die Kader der Mannschaften sein muss um sowohl Ermüdung, als auch Verletzungen kompensieren zu können. Die Intensität des Sports hat sich stark verändert in den letzten Jahren. Ganz zu schweigen von den mentalen Herausforderungen an die Spieler. Noch mehr Leistungsdruck, Spiele, Turniere, Reisen und Presse-Termine sind da sicherlich nicht förderlich. Es bleibt ausserdem anzuzweifeln, ob der Fan selber bei der Anzahl der Spiele nicht irgendwann den "kleinen Spielen", geschweige denn dem Sport an sich überdrüssig wird.





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