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TV-Kameras verfolgen Jürgen Klopp während eines Premier League-Spiels
Photo credit: Jan Kruger/Getty Images

Was ändert sich beim Premier League-Neustart?

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  • Autor Steven Franke
    6 Monat(e) vor



Spielfeld-Interviews, Kameraeinstellungen und Schiedsrichter-Mikrofone: Diese bevorstehenden Änderungen erwarten uns bei den zukünftigen Spielen der Premier League

Die Diskussionen über eine Wiederaufnahme der Premier League sind in vollem Gange - aber die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Liga könnten in ein oder zwei Monaten ganz anders aussehen als vor dem Coronavirus.

Wie und wann geht die Liga weiter?

Zur Ausgangslage: Die Reds haben seit dem 7. März, als sie Bournemouth in Anfield mit 2:1 besiegten, kein Ligaspiel mehr bestritten. Seitdem lässt die Aussetzung des Spielbetriebs den Klub auf die 19. Meisterschaft warten. Um sich endlich den lange ersehnten Ligatitel zu sichern fehlen Liverpool nur noch zwei Siege. Doch ob und wann diese fehlenden sechs Punkte eingefahren werden können, steht aktuell noch in den Sternen. Sicher ist bislang nur, dass die Clubs und FA die Saison ordentlich beenden wollen.

Aufgrund der Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und der vielen verschiedenen Faktoren, die für eine Wiederaufnahme des Sports im Jahr 2020 erforderlich sind, ist noch ungeklärt, wie und wann der Spitzenfußball wieder aufgenommen wird.

Die britische Regierung hat am vergangenen Wochenende für einen Neustart der Liga ab dem 1. Juni grünes Licht gegeben. Jetzt müssen sich die Vereine sowohl untereinander als auch zusammen mit dem Spielern, Trainern und medizinischem Fachpersonal darauf einigen, wie die Gesundheit aller Beteiligten bei einem Neustart am Besten gewährleistet werden kann. Erst dann können die Vereine einen Termin für den nächsten Premier League-Spieltag festsetzen.

Welche Änderungen könnten auf die Liga zukommen?

Natürlich haben sich Spieler, Fans und Vereine bereits damit abgefunden, dass die Spiele ohne Fans in leeren Stadien und möglicherweise auf neutralen Plätzen ausgetragen werden, aber es gibt noch viel mehr, was noch geändert werden könnte. Es könnten mehr Spiele im Fernsehen übertragen werden, als derzeit vereinbart, da normalerweise die Partien, die am Samstagnachmittag um 16 Uhr stattfinden, nicht von Sky oder BT Sport übertragen werden.

In Großbritannien sind Sky und BT Sport für die Übertragung der Spiele zuständig und bestimmen die Preise der Abonnements. Doch ein Teil des Reizes für die Zuschauer, die für das Ansehen von Spielen bezahlen, ist die Atmosphäre in den Stadien, die durch Geisterspiele weg fällt. Deswegen gibt es bereits erste Stimmen die fordern auch auf die Preispolitik der beiden großen Abo-Sender zu reagieren.

Um aber zu vermeiden, dass einige Unternehmen weniger für die Übertragungsrechte zahlen müssen als andere, plant die Premier League eine Reihe von Ideen für zusätzliche Inhalte mit Mehrwert, die den Vereinen zeitnah präsentiert werden sollen. Eine Überlegung wäre, die 45 Spiele, die derzeit nicht auf einem der beiden Abo-Sender ausgestrahlt werden sollten, über terrestrische Kanäle zu übertragen.

Neue Überlegungen für ein verbessertes Live-Erlebnis

Mit den neuen gestaffelten Anstoßzeiten könnten vier Spiele pro Tag gezeigt werden. Damit sich nicht zu viele Medienteams am Spielfeld aufhalten, könnte mehr "zusätzlicher Inhalt" von den Klubmedien benötigt werden. Dazu könnten zum Beispiel auch Halbzeit-Interviews mit Spielern und Trainern zählen.

Es wird ebenso über die Möglichkeit diskutiert, dass Trainer oder Auswechselspieler auch während des Spiels mit den Berichterstattern sprechen - sogenannte In-Game-Interviews. Zusätzlich könnten geänderte Kamerawinkel könnten die leeren Ränge verbergen, oder Schiedsrichter mit Mikrofonen ausgestattet werden, um so die Fernsehübertragung interessanter zu gestalten.

Die Realisierung von Spielen sei der Schlüssel zur Wahrung der Integrität des Wettbewerbs. Nur dadurch könnte gewährleistet werden Millionen von Fans ein Stück normales Leben zu ermöglichen. Zusätzlich gibt es finanzielle und rechtliche Verpflichtungen, die einen Neustart attraktiv und notwendig machen.

Auch wenn sich nicht alle Vorschläge am Ende realisieren lassen oder in die neue Kampagne übernommen werden können - es wird immer deutlicher, dass durch die Corona-Pandemie ein neues "Produkt" Gestalt annimmt. Also sobald Fußball in Großbritannien wieder ein Thema wird - aktuell ist der Re-Start für Anfang Juni geplant - besteht die Möglichkeit das sich das Bild der Spiele und des Fußballs verändern wird.

Bis die Fans wieder in die Stadien zurückkehren dürfen werden noch einige Monate vergehen. In der Zwischenzeit liegt es im Interesse der Vereine und Ligen einen Plan zu erstellen, durch den gewährleistet werden kann, das die ausstehenden Spiele so schnell wie möglich stattfinden können. Doch am Ende sollte nicht finanzielle Druck den Re-Start möglich machen, sondern die Einhaltung der Gesundheit und Sicherheit für alle Beteiligten sollte stets im Vordergrund stehen.





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