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Timo Werner, Jürgen Klopp, Liverpool, Redmen Family
Photo credit: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Timo Werner zum LFC: Warum der Transfer für Klopp Sinn ergeben könnte

Analyse

  • Autor Redmen Family
    6 Tage vor



Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Timo Werner an die Anfield halten sich hartnäckig.

Für Liverpool wäre es vermessen einen möglichen Transfer von Timo Werner an die Merseyside nicht in Betracht zu ziehen. Im Sommer 2019 soll es erste Gespräche zwischen Jürgen Klopp und Timo Werner gegeben haben. Der Stürmer von RB Leipzig lehnte offenbar einen Wechsel ab. 

Die Gerüchte um einen Wechsel keimten im Januar wieder einmal auf um sich nun konstant zu halten. Werner soll für eine Transfersumme von umgerechnet etwa 60 Millionen Euro zu haben sein. Sein Marktwert soll bei ca. 75 Millionen Euro liegen.

 

 

Derzeit wird Liverpool unter anderem auch mit Kylian Mbappe, Jadon Sancho und Kai Havertz in Verbindung gebracht. Ein Interesse von den Reds und anderen europäischen Klubs ist kein Wunder. Diese Talente haben unglaubliche Aufstiegschancen von daher ist es keine Überraschung, wenn die Top-Klubs aus Europa Interesse zeigen, anrufen, faxen und anklopfen.

Die Quellen von der Merseyside hielten sich bis dato bedeckt oder spielten die Gerüchte runter. Immerhin stehe das Team von Jürgen Klopp fest und die Stimmung im Team soll nicht durch externe Transfergerüchte beeinflusst werden. Die erste Wahl steht diese Saison fest und wahrscheinlich auch schon für die nächste Saison. Mögliche Wechsel sollen öffentlich erst nach der Saison kommuniziert werden.

 

 

Im Falle von Timo Werner scheint das momentan anders zu sein. Die Ausstiegsklausel und der scheinbare Wechselwunsch des Spielers liefern viel Spielraum für Spekulationen. Unabhängig von der Glaubwürdigkeit dieser Gerüchte könnte ein Wechsel tatsächlich Sinn machen.

Werners Vorteil: Tormaschine

Der erste offensichtliche Vorteil sind Timo Werners Tore. In 30 Spielen diese Saison traf der Nationalspieler 25 Mal das Tor. 20 Tore davon alleine in der Bundesliga. Nur Lewandowski (22), Erling Braut Haaland (23) und Ciro Immobile (25) haben in ihren Ligen in ganz Europa öfter das Runde in das Eckige befördert. Die Reds haben sicherlich kein Problem das Tor zu treffen, allerdings sind diese Qualitäten nicht von der Hand zu weisen. Jede Mannschaft kann einen Spieler gebrauchen mit so einer Torquote. Werner hat ausserdem seit seinem Wechsel von Stuttgart 2016 konstant diese Leistung abgerufen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Der überwiegend rechtsfüßige Stürmer kann auch mit dem linken Fuß Tore erzielen und trifft oft, wie ihm beliebt - sowohl aus der Ferne als auch direkt vor dem Tor. Für spontane, spektakuläre Tore ist Werner ebenso gut zu haben. Viele Elemente seines Spiels erinnern an Luis Suarez und aktuell Mohamed Salah; die Art und Weise, wie er mit dem Ball das Tempo aufnimmt, Verteidiger bindet und trotzdem gnadenlos zuschlägt.

Timo Werner kann allerdings nicht nur Tore schiessen. Er ist hochintensives Pressing gewöhnt, weiß die richtigen Wege zu laufen und die Abwehr zu lesen. Neben seiner Torgefährlichkeit, Dribble-Stärke liefert er regelmäßig Vorlagen; 10 alleine in dieser Saison. Bemerkenswert sicherlich sein Scorer-Festival gegen Mainz.

"Ich habe viel Freiheit."

Das Spiel gegen Mainz deutete auf einen Rollenwechsel von Timo Werner im System Nagelsmann, welches ihn noch attraktiver für Klopp machen kann. In den letzten Monaten erkennt man eine selbstlosere und geduldigere Rolle von Werner.

Im Dezember erklärte er, dass er "in einer etwas anderen Position als eine Art Nr. 10 spielt", was ihm nach seinen eigenen Worten "sehr hilft".

"Ich habe viel Freiheit. Es gibt viele Mannschaften, die in der Bundesliga gut verteidigen. Man muss oft lange auf seine Chance warten und geduldig bleiben, aber ich habe mich in dieser Hinsicht weiterentwickelt", so der Stürmer weiter. "Ich mache mir nicht mehr allzu viele Sorgen darüber, ob ich ein Tor erzielen werde oder nicht. Ich gehe einfach auf das Spielfeld, gebe alles und hoffe, dass ich ein Tor schieße, das im Idealfall zum Sieg beiträgt.

 

 

Das Spiel des 23-Jährigen weist immer weniger Schwächen auf. Es scheint, als könnte Werner sich schneller als erwartet die Anforderungen eines modernen Stürmers, wie es auch Roberto Firmino ist anpassen. Er verlässt sich nun weniger auf die Gegenspieler, löst seine Probleme selber und hält den Kopf öfter oben um mögliche bessere Chancen für seine Mitspieler zu kreieren.

RB Leipzig befindet sich derzeit im Titelkampf mit Bayern München und steht in der Champions League vor einer machbaren Aufgabe mit den Tottenham Hotspurs.

Vielseitigkeit der Schlüssel für Spielzeit

Werners wachsende Vielseitigkeit würde es ihm mittlerweile erlauben in Liverpool verschiedene Rollen einzunehmen. Zuvor bestand oft die einheitliche Meinung, dass nur ein Weggang von Salah oder Firmino Platz schaffen würde um regelmäßig Spielzeit zu bekommen. Immerhin schien dies eine der Gründe zu sein, warum sich der deutsche Nationalspieler gegen ein Wechsel letztes Jahr entschied.

Theoretisch würde Timo Werner den Schweizer Xerdan Shaqiri ersetzen, dessen Wechsel nach der Saison mittlerweile hoch gehandelt wird.

Die Fähigkeiten des deutschen Nationalspielers würden mit einem Transfer definitiv die taktische Neu-Ausrichtung von Jürgen Klopp zum 4-2-3-1 als Standard-Taktik bestätigen.
Timo Werner könnte sich so mit Firmino zusammen die Nr. 10 teilen mit Salah und Mané auf den Außenbahnen.

Eine weitere Möglichkeit wäre die typische 4-3-3 Position mit Werner als Ersatz für Firmino, der derzeit die meiste Spielzeit unter allen Offensiv-Spielern ausmacht. Sicherlich eine angenehme und vorteilhafte Abwechslung. Somit bekäme Firmino die nötigen Ruhephasen und Jürgen Klopp könnte den Brasilianer adäquat ersetzen.

 

 

Ein weiterer riesiger Pluspunkt wäre die Vielseitigkeit von Werner in Bezug auf den Afrika-Cup nächsten Januar. Zusammen mit Takumi Minamino (rechts) und Timo Werner (links) könnten Mané und Salah qualitativ ersetzt werden und einen heftigen Sturm mit Firmino im Januar und Februar bilden.

Die Bedenken eines Wechsels von Seiten des Deutschen wären somit minimiert. Werner bekäme genügend Spielzeit und könnte wie auch schon Naby Keita an regelmäßige Einsätze kommen und eine weitere Dimension in Jürgen Klopps Team ergänzen.

Sicherlich ist die Personalie Werner mittlerweile interessanter als angenommen. Vorherige Annahmen, dass ein Wechsel von Werner nur stattfinden kann, wenn einer der gesetzten Stürmer des aktuellen Teams wechseln wären damit vom Tisch.

Vor allem jetzt, wo klar wird, welche Rolle er spielen könnte. Aus Sicht des Europa-, Welt- und baldigen Premier League-Meisterist er ein Schnäppchen. Und welcher Spieler möchte nicht mit dem besten Trainer der Welt zusammen arbeiten?

Aktuelle Transfergerüchte und Informationen zu Mannschaft findet ihr in unserem Transfercentre auf Redmen Family Germany. 








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