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Die Fanvereinigung Spion Kop 1906 lässt im Zuge der Teilnahme des Vereins an der neuen 'European Super League' die Banner aus dem Stadion entfernen. Neben der Fanvereinigung lassen auch viele Banner-Besitzer und Fangruppen ihren Support aus dem Stadion entfernen.
Photo credit: Paul Allis / AFP / Getty Images

Super-League-Protest: Liverpools Fans lassen Banner aus dem Stadion entfernen

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  • Autor Noel Pospiech
    5 Monat(e) vor



Die Fanvereinigung Spion Kop 1906 lässt im Zuge der Teilnahme des Vereins an der neuen 'European Super League' die Banner aus dem Stadion entfernen. Neben der Fanvereinigung lassen auch viele Banner-Besitzer und Fangruppen ihren Support aus dem Stadion entfernen.

Dabei handelt es sich hauptsächlich um die legendäre Tribüne 'The Kop', die in naher Zukunft erst einmal ohne Banner der Fanclubs auskommen muss. Grund für die Entfernung ist die angekündigte Teilnahme Liverpools an der ins Leben gerufenen 'European Super League', an der weitere europäische Topklubs, wie Manchester City, Real Madrid und Juventus teilnehmen.

Der Fanclub 'Spion Kop 1906' war einer der ersten Gruppen, die ihre Banner von den Rängen entfernt haben. In einem Statement des Fanclubs ließ man verlauten, man entferne die Banner "da man keinen Klub supporten könne, der finanzielle Gier über die Integrität des Spiels stelle."

 

 

"Eine schändliche Entscheidung des Vereins"

Weiter heißt es seitens 'Spion Kop 1906', dass der Verein "seine Seele verkauft habe". Man kann sich als Fans nicht erklären, "wie es so weit kommen konnte, ohne dass man sich mit den Fangruppen zusammengesetzt hat." Deutlicher wird der Fanclub bei folgender Aussage: "Es ist eine schändliche Entscheidung des Vereins und der Klubbesitzer. Kein Liverpool-Fan wird diese Sache unterstützen."

Der Liverpooler Fan-Verband 'Spirit of Shankly' unterstützt diese Aussagen. Als Repräsentanten aller Liverpool-Anhänger sei man "komplett gegen diese Entscheidung." Die Klubbesitzer der Fenway Sports Group "haben die Fans in ihrer Gier nach dem Geld ignoriert." Der Fußball gehöre "den Fans, und nicht den Besitzern."

Auch wir als Redaktion positionieren uns klar gegen das Konzept der 'European Super League' und verurteilen jeden Klub, der an diesem Wettbewerb teilnimmt. Ein klares Statement dazu folgt.

Der offizielle Berliner Liverpool Fanclub "Berlin Reds" hat seine kompletten Profile ausgeschwärzt oder das Wappen entfernt. Vorsitzende Susanne Krämer sagt dazu: "Der Liverpool FC hat hier eine klare Linie überschritten, die wir so nicht akzeptieren können. Das Entfernen des Banners ist nur der erste Schritt aktiv am Protest teilzunehmen. Wir werden uns weitere Schritte in den kommenden Tagen genau überlegen und mit anderen Fanclubs gemeinsam protestieren. "Unity Is Strength" und wir werden für unsere Werte kämpfen!"

Fanclubs anderer Mannschaften ziehen nach

Liverpools Fangruppierungen sind bei weitem nicht die einzigen, die ihren Unmut deutlich machen. Auch Fanclubs von anderen teilnehmenden Mannschaften, wie Chelsea oder Arsenal ließen bereits ähnliche Statements verlauten.

Gespannt darf man allerdings auf die Reaktionen der Spieler und Trainer sein. Während sich ein paar Trainer, wie Thomas Tuchel oder Ole Gunnar Solskjaer bereits zu diesem Thema wortkarg äußerten, steht ein Statement von Liverpool-Coach Jürgen Klopp noch aus. Es wird erwartet, dass sich Klopp zu den Ereignissen spätestens nach dem Spiel gegen Leeds United äußern wird.





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