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Die Premier League steht offenbar vor einer Senkung der Pay-Per-View-Pauschale, nachdem nur knapp 1.000 Zuschauer für ein Spiel bezahlt haben.
Photo credit: Michael Regan via Getty Images

Premier League vor Senkung der Pay-Per-View-Kosten nach Boykott

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  • Autor Noel Pospiech
    7 Monat(e) vor



Die Premier League steht offenbar vor einer Senkung der Pay-Per-View-Pauschale, nachdem nur knapp 1.000 Zuschauer für ein Spiel bezahlt haben.

Die Premier League gab Anfang des Monats bekannt, dass die Spiele, die ohne Zusatzkosten für die Anbieter Sky Sports und BT Sport eingeplant waren, nun per Pay-Per-View-Pauschale (PPV) übertragen werden. Da der Liga aufgrund der aktuellen Lage die Einnahmen wegbrechen, wird nun umgerechnet 16,50 Euro pro PPV-Spiel verlangt. Eine Preispolitik, die bei vielen auf Unverständnis trifft.

Der Fanboykott führte dazu, dass sich zahlreiche Zuschauer dazu entschlossen, stattdessen für die lokale Tafel und für andere Hilfsbedürftige zu spenden. Beim ersten PPV-Spiel von Liverpool, dem 2:1-Sieg gegen Sheffield United, kamen knappe 140.000 Euro an Spenden für die Organisation "Fans Supporting Foodbanks" zusammen. Eine tolle Aktion, die den Hilfsbedürftigen aus der Merseyside Area auf jeden Fall zugutekommt.

 

 

Premier League nun unter Zugzwang

Der Fanboykott setzt die Ligavertreter nun unter Druck. Wie die "Times" berichtet, sollen Pay-Per-View-Spiele künftig ca. elf Euro kosten. Das wäre eine Senkung um circa 30 Prozent, was den meisten Fans aber immer noch zu wenig ist. Für Liverpool-Fans ist das PPV-Thema bislang ohnehin nicht so wichtig, da die Spiele der Reds meistens im normalen Anbieterpaket enthalten sind. Das Spiel gegen Leicester am 21. November wird allerdings nur über PPV zu schauen sein.

Auch aus den Vereinen werden Stimmen laut, die Preispolitik der Sportanbieter anzupassen. Mike Ashley, Besitzer von Newcastle United, beschwerte sich unlängst über die horrenden Summen, die der Fan für ein Spiel bezahlen müsse: "14.95£ für eine einzelne Übertragung zu zahlen, gerade in diesen Zeiten, ist für keinen Fußballfan akzeptabel."

Ashley fordere die Premier League "zum Handeln auf". Die PPV-Arrangements mit den Anbietern müssen "dringend überarbeitet werden". Die Fans sind mit der Geduld allmählich am Ende und stimmen dem Besitzer der Magpies zu. Ashley schlägt zudem einen anderen Preis für die PPV-Spiele vor: "Warum macht man die Spiele nicht zugänglicher, in dem man nur 5£ verlangt?"

 

 

"Es gab keine andere Alternative"

Mike Ashley erklärte zudem, wie die Regierung nun handeln müsse: "Die Regierung sollte keine Mehrwertsteuer auf Pay-Per-View-Spiele erheben, damit möglichst viele, die ihre Mannschaft nicht im Stadion unterstützen können, wenigstens von zu Hause aus zuschauen können."

Ashley erläuterte auch, dass sein Verein zwar dem PPV-Modell zur Übertragung der Spiele zugestimmt hat. "Es gab aber auch keine realistische Alternative, die es den Fans ermöglicht hat, die Spiele der Klubs zu verfolgen". Ob sich die Liga- und Vereinsvertreter mit den Sportanbietern noch zeitnah über eine andere Preispolitik einig werden, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Die Premier League steht nun gehörig unter Druck.





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