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Photo credit: Michael Regan/Getty Images

Premier League: hinkende VAR-Reform für Vereine und Fans

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  • Autor André Nückel
    23 Tage vor



Seit dieser Saison gibt es den Videobeweis (kurz VAR) in der Premier League – doch viele Entscheidungen haben bisher für Unverständnis bei Trainern, Spielern, Funktionären aber vor allem den Fans gesorgt. Deshalb streben die Schiedsrichter eine (hinkende) Reform an.

Die Premier League wird gemeinsam mit Funktionär und Ex-Schiri Mike Riley sowie dem Rest der PGMOL (Professional Game Match Officials Limited) Neuerungen einführen, um für mehr Transparenz zu sorgen. Das ist die Erkenntnis nach einem Gespräch mit Vertretern aller Premier-League-Klubs – eine Verbesserung des Systems ist nämlich unumgänglich.

Zwar hat der VAR bereits einige falsche Entscheidungen korrigiert, doch es hat auch viele strittige Szenen gegeben. Vor allem für die TV-Zuschauer, die mit diversen Perspektiven ausgestattet werden, hat der Videobeweis für Kopfzerbrechen gesorgt. So schoss zuletzt der Liverpool FC im Topspiel nach einem Gegenstoß das 1:0 gegen Manchester City (Endstand 3:1), obwohl wenige Sekunden vorher ein durchaus strafbares Handspiel im eigenen Strafraum stattgefunden hatte. Die VAR-Schiedsrichter verweigerten jedoch eine Korrektur des On-Field-Unparteiischen.

Weniger Seitenlinie, mehr Informationen

Die Premier League und die Schiedsrichter wollen zuvorderst schneller in ihren Entscheidungen werden. Dass der Hauptschiedsrichter an die Seitenlinie geht, um eine Szene selbst zu checken, soll zwar weiterhin zulässig sein, allerdings fortan vermieden werden, damit das Spieltempo aufrechtgehalten wird. Außerhalb – und hier sprechen die Verantwortlichen von mehr Transparenz – erhalten insbesondere die Fans fortan mehr Informationen. Ein Teil dieser Reform soll beispielsweise sein, dass nicht mehr nur angezeigt wird, was gecheckt wird, sondern auch warum der VAR eingreift, sprich: Ob ein Elfmeter wahlweise wegen eines Handspiels überprüft wird.

Zunächst wird es jedoch keine offizielle Begründung der Entscheidung während des Spiels geben. Das ist unter anderem im American Football, der NFL, der Fall. Außerdem – und hier hinkt die Erneuerung gewaltig – sollen den Zuschauern nicht die Perspektiven vorgelegt werden, die von den Schiedsrichtern genutzt werden.

Ob das wirklich als Reform durchgehen kann, darf somit angezweifelt werden. Immerhin bekommt der VAR nur mehr Macht, was für das Spiel als solches eigentlich nicht gut sein kann.





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