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Jürgen Klopp, Trainer des Liverpool FC, beim Premier League-Spiel gegen den Everton FC.
Photo credit: Peter Powell/Pool/AFP via Getty Images

PK mit Klopp: Heimvorteil, Crystal Palace und der Titelkampf

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  • Autor Richard Köppe
    16 Monat(e) vor



Liverpool empfängt am Mittwochabend Crystal Palace an der Anfield Road. Jürgen Klopp sprach in der Pressekonferenz über die besonderen Umstände.

Der Auftakt nach der Coronapause verlief für den Liverpool FC nicht nach Maß. Das 0:0 am Sonntag im Derby gegen den Everton FC war eher schmeichelhaft. Durch das Remis ist es für die Reds nicht mehr möglich, am Mittwochabend im eigenen Stadion gegen Crystal Palace die Meisterschaft zu sichern.

Gegen Roy Hodgsons Team muss Liverpool wie alle anderen Teams auch auf die Unterstützung der Zuschauer verzichten. Die Fans in Anfield sind normalerweise ein antreibender Faktor für die Heimmannschaft und ein einschüchternder für die Gäste. Jürgen Klopp möchte aus dem Heimspiel trotzdem das Beste machen: "Es wird ganz anders sein", so Klopp. "Wir haben vier Wochen trainiert, wir wussten, dass es so kommen wird. Fußball ist ohne Fans nicht dasselbe, zu 100 % wäre es ohne sie nicht dasselbe Spiel. Es ist eine Phase ohne sie und wir müssen das Beste daraus machen."

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"Das Derby war ein Beispiel. Wir haben es so genommen, wie es ist. Wir denken nicht mehr darüber nach. Es ist immer noch ein Heimspiel, wir wissen, wo sich alles befindet. Es fühlt sich schon gut an, wenn wir unsere Umkleidekabine betreten. Wir wollen es auch als Heimspiel auf dem Platz sehen."

Gelingt es Crystal Palace erneut, Anfield zu erobern?

Die Reds besitzen in der Liga einen beeindruckenden Heimspielrekord. Seit dem 23. April 2017 hat Liverpool kein Ligaspiel mehr in Anfield verloren. Der Gegner damals war Crystal Palace, das auch schon vor drei Jahren vom ehemaligen Liverpool-Trainer Roy Hodgson betreut wurde.

Klopp konnte damals noch nicht ahnen, welchen Lauf seine Mannschaft nach der 1:2-Niederlage damals starten würde. Er weiß aber durchaus, dass Crystal Palace in Anfield seinem Team  durchaus gefährlich werden kann:

"Es war kein gutes Gefühl, gegen Palace (im April 2017) zu verlieren. Ich hätte nicht gedacht, dass dies der Beginn eines großen Laufs sein würde. Roy macht einen unglaublichen Job bei Palace, die Organisation ist sehr hoch und körperlich stark. [...] Das Spiel, das wir mit 4:3 gegen Palace gewonnen haben [Saison 2018/19 d. R.], war etwas ganz Besonderes. Sie wissen, wo das Tor steht. Wir müssen sie aufhalten."

Klopp verschwendet keinen Gedanken an Manchester City

Ein weiterer Ausrutscher würde den medialen Druck auf den Liverpool FC erhöhen. Zwar besitzt der Tabellenführer der Premier League weiterhin einen komfortablen 20-Punkte Vorsprung vor Manchester City, doch die Skyblues starteten mit Siegen gegen Arsenal und Burnley hervorragend in die Schlussphase der Saison.

Sollte Liverpool aber gegen Palace gewinnen, könnte Liverpool am 2. Juli bei Manchester City die Meisterschaft gewinnen, vorausgesetzt City lässt am Donnerstag gegen Chelsea keine Punkte liegen. An einen möglichen Meister-Showdown mit Pep Guardiola will Klopp aber momentan keinen Gedanken verschwenden: "Ich habe nicht darüber nachgedacht. Wir können uns richtig darauf vorbereiten, aber ich analysiere es noch nicht. Ich konzentriere mich zu 100 % auf Palace. Wir müssen nur Fußball spielen", so der LFC-Coach.

"Es wäre schön, wenn wir den Titel so schnell wie möglich gewinnen würden, dann muss ich keine Fragen dazu beantworten! Wir befinden uns in einer guten Ausgangsposition. Das erste Rückspiel, das Derby, hatte eine bestimmte Geschichte." Auf die Frage, ob Klopp je darüber nachgedacht habe, dass City Liverpool den Titel noch wegschnappen könnte, antwortete der Trainer der Reds ziemlich eindeutig: "Nein."

"Das einzige, was mir gestern Abend beim Anschauen des Spiels [Manchester Citys 5:0-Sieg gegen Burnley d.R.] klar wurde, war, wie es möglich ist, dass ein Team 20 Punkte vor diesem Team liegt. Wir müssen etwas richtig gemacht haben."

 





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