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Die Premier League-Vereine wollen sich in einem Notfallmeeting über die Übernahme von Newcastle United durch ein Investmentfonds aus Saudi-Arabien treffen.
Photo credit: Michael Regan/Getty Images

Premier League-Klubs fordern Notfallmeeting nach Newcastle-Übernahme

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  • Autor Richard Köppe
    4 Tage vor



Die Vereine der Premier League wollen nach dem Verkauf von Newcastle United in einem Notfallmeeting den fragwürdigen Deal besprechen.

Der Investmentfonds PIF aus Saudi-Arabien hat 80 Prozent der Anteile des Premier League-Vereins Newcastle United für circa 360 Millionen Euro von Mike Ashley erworben. Somit wurden die Magpies über Nacht zu einem der finanzstärksten Klubs der Liga.

Der Deal stieß aber auf heftige Kritik, vor allem bei den restlichen 19 Premier League-Vereinen. Laut dem "Guardian" sind alle 19 Premier League-Vereine dem Deal gegenüber abgeneigt und wollen sich in einem Notfallmeeting darüber beraten, wie der Verkauf so einfach von der Premier League abgesegnet werden konnte.

Premier League verhinderte 2020 eine Übernahme

Vergangenes Jahr hat die Premier League den Verkauf von Newcastle an das saudi-arabische Investmentfonds verhindert. Grund dafür waren unter anderem Verstöße gegen die Übertragungsrechte der Liga in Saudi-Arabien und der zu große Einfluss des Königshauses von Saudi-Arabien. Ein Jahr später konnten die Premier League und die saudi-arabischen Käufer ihre Differenzen beseitigen und der Deal wurde zu Beginn des Monates schnell abgesegnet.

Es folgte große Freude im Fanlager von Newcastle auf der einen und massive Kritik an dem Deal, unter anderem von Menschenrechtsgruppen, auf der anderen Seite. Denn der Kronprinz Mohammed bin Salman, Leiter des PIF, wird vom CIA als Auftraggeber des Mordes an dem Journalisten Jamal Kashoggi ausgemacht. Des Weiteren gilt Homosexualität im Land als strafbar.

Vereine fürchten Imageverlust der Premier League

Da der Deal bereits über die Bühne ging, wollen die Premier League-Vereine in dem Notfallmeeting nicht die Übernahme von Newcastle United verhindern. Es soll hauptsächlich erörtert werden, wie die Übernahme zustande kam, wieso die Premier League davon überzeugt ist, dass der saudi-arabische Staat keinen Einfluss auf den Investmentfonds haben wird. Zusätzlich fürchten die Vereine, dass die Premier League-Marke durch die Übernahme leiden könnte.

Noch ist unklar, wann und ob das Meeting stattfinden und wie die Premier League die Vereine beschwichtigen wird. Das Thema wird die Liga jedenfalls eine Weile lang beschäftigen. Newcastle United wird derweil versuchen, seine neue finanzielle Stärke auf den Rasen zu übertragen. Derzeit stehen die Magpies nach sieben Spielen mit drei Punkten auf Rang 19 und somit auf einem Abstiegsplatz.





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