Next
STATS
Liverpool FC Transfer Centre



 
James Milner vom Liverpool FC spricht sich gegen die möglichen Pläne einer Super League aus
Photo credit: Clive Brunskill/59288844 via Imago

Milner: Hoffentlich kommt es nicht zur Super League

News

  • Autor Richard Köppe
    5 Monat(e) vor



James Milner sprach sich nach Liverpools 1:1 gegen Leeds United ebenfalls gegen die veröffentlichten Super League-Pläne aus.

Die Fußballwelt wurde am Montag erschüttert von den Plänen einer bevorstehenden Super League, bestehend aus zwölf der reichsten Klubs der Welt, darunter auch der Liverpool FC. Zahlreiche Stimmen aus unterschiedlichen Lagern äußerten bereits ihren Unmut über eine geplante Abkoppelung der Spitzenvereine.

Da sich die Besitzer des Liverpool FC aber bisher nicht öffentlich zur Super League äußerten, mussten die Spieler und Trainer der Reds beim Premier League-Spiel Rede und Antwort stehen für eine Entscheidung, in der sie nicht miteinbezogen wurden.

Milner: "Fühle mich wie jeder andere auch"

Nach dem bitteren 1:1 gegen Leeds United äußerte sich unter anderem auch Liverpools James Milner zu den Super League-Plänen: "Ich fühle mich genau wie jeder andere auch. Ich mag es nicht und hoffe, dass es nicht passieren wird, und zwar aus denselben Gründen wie jeder andere, der etwas darüber gesagt hat", sagte der Vizekapitän der Reds nach dem Spiel bei "Sky Sports".

Die Super League soll als Gegenstück zu den UEFA-Wettbewerben fungieren. 15 Gründerteams wären jedes Jahr für die Gruppenphase gesetzt und nur fünf weitere Teams könnten sich für den Wettbewerb qualifizieren. Die Einnahmen des Wettbewerbs würden nicht mehr durch die Verbände wie UEFA und FIFA fließen, sondern direkt in die Kassen der Vereine. Diese hätten in den nationalen Ligen einen erheblichen finanziellen Vorteil gegenüber den anderen Klubs und würden nur um die Meisterschaft spielen, da Qualifikationsplätze für UEFA-Wettbewerbe obsolet wären.

"Die Spieler haben kein Mitspracherecht"

Der große öffentliche Aufschrei richtete sich am Montag auch an die Spieler des Liverpool FC. Gestern Abend in Leeds wurden sie von protestierenden Fans vor dem Stadion ausgebuht. Zusätzlich legte Leeds United selbst T-Shirts mit der Aufschrift "Football is for the Fans" in die Kabine der Reds. Die Spieler der Whites machten sich in jenen Shirts warm für das Spiel.

Milner findet, dass sich die Kritik nicht an die Spieler richten sollte: "Die Spieler haben kein Mitspracherecht. Der Empfang am Stadion fühlte sich ungerechtfertigt an, denn wir sind hier um Fußball zu spielen", so Milner. "Wir müssen versuchen auf den Platz zu kommen und die Saison positiv zu beenden."


Klopp zur Super League-Reform: "Es geht nur ums Geld"

Super League-Protest: Fans hängen ihre Banner in Anfield ab

Spielbericht: Leeds United - Liverpool FC (1:1)


Neben Milner sprach sich auch Leeds United-Stürmer Patrick Bamford über die Super League. Der Engländer teilt den Unmut der Fans und betonte, dass "ohne Fans jeder einzelne Klub nichts wäre." Bamford und Milner dürften nicht die letzten Profis sein, die sich negativ über die Super League-Pläne äußern dürften. In den kommenden Tagen, wenn sich der Schock etwas gelegt hat, ist damit zu rechnen, dass weitere Spieler ihren Unmut zur aktuellen Situation im Fußball äußern werden.





TAGS
  european super league   james milner  


Weitere News