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Photo credit: Catherine Ivill/ Getty Images

Luft nach oben! Keïta, Shaqiri und Origi beim LFC

Analyse

  • Autor Marvin Schulz
    3 Monat(e) vor



73 von 75 Punkten - der Liverpool FC dominiert die Premier League. In dieser Saison noch nicht so auffällig: Naby Keïta, Xherdan Shaqiri und Divock Origi.

Nachdem die Redmen Family bereits die Zwischenzeugnisse von Jordan Henderson, Sadio Mané, Mohamed Salah und Alisson Becker ausgestellt hat, die in dieser Saison definitiv mit zu den Unterschiedsspielern der Reds gehören, sollen nun Spieler im Fokus stehen, die in dieser Saison noch nicht so im Scheinwerferlicht standen.

Grundsätzlich gilt aber: Ein Spieler ist niemals ein 'Flop' - völlig unabhängig davon, ob die Mannschaft eine starke, schlechte, durchschnittliche oder herausragende Saison spielt. Da der Liverpool FC diese Runde ohne Zweifel der letztgenannten Leistungskategorie zuzuordnen ist und dies ein Erfolg des gesamten Kaders ist, sind die folgenden Bewertungen mit Sicherheit unter dem Label 'Jammern auf hohem Niveau' anzusiedeln.

Nichtsdestotrotz sind wir der Meinung, dass auch in Zeiten geschichtsträchtiger Erfolge ein kritischer Blick auf einzelne Spielerleistungen und deren Gründe erlaubt sein muss.

Keïtas Verletzungspech

Aufgrund erneut vieler kleinerer Verletzungen kommt Naby Keïta auch in seiner zweiten Saison bei den Reds bisher nur auf 16 Einsätze. In denen zeigt er zwar mit einer Durchschnittsnote von 7,1 gute Leistungen, trotzdem sind sich viele Anhänger der Reds einig, dass der Mann aus Guinea noch mehr kann - viele sahen in ihm zu Saisonbeginn schließlich einen Schlüsselspieler. Diesem Anspruch konnte er 19/20 bisher noch nicht gerecht werden.

 

 

Dass sich das noch ändern kann, zeigt ein Blick auf die aktuelle Form unserer Nummer 8: eine durchschnittliche Bewertung von 7,4 in den vergangenen fünf Spielen, ist ein deutlicher Indikator für eine steigende Formkurve. Dennoch dürfte der Weg in die Startformation von Jürgen Klopp ein harter für Keïta werden. Dies liegt zum einen an den Genesungen von Alex Oxlade-Chamberlain und Fabinho und zum anderen an den tollen letzten Auftritten von Georginio Wijnaldum und Jordan Henderson.

Shaqiri im Schatten des "Egyptian King"

Ein weiterer Spieler der potentiell als Konkurrent von Naby Keïta zu sehen ist, ist Xherdan Shaqiri. Der Schweizer durfte in der Premier League diese Saison nur einmal über die vollen 90 Minuten ran - gegen Everton, wo er auch direkt einnetzte. Ansonsten blieb seine Zeit im roten Dress häufig auf Kurzeinsätze beschränkt, in denen er auch nicht vollumfänglich zu überzeugen wusste. Seine durchschnittliche Form von 6,1 in dieser Saison ist von den Stammspielern mit die schlechteste. In den vergangenen vier Liga-Spielen schaffte es unsere Nummer 23 nicht mal ins Aufgebot von Jürgen Klopp.

 

 

Neben einigen Verletzungen, die ihn in entscheidenden Saisonphasen immer wieder ausbremsten, kommt für Shaqiri die Positionsproblematik hinzu. Seine Einsatzminuten sammelte er in dieser Saison vorwiegend auf der rechten offensiven Außenbahn. Dort ist allerdings Mohamed Salah gesetzt, der zum einen selten verletzt ausfällt und zum anderen wenn eher durch Divock Origi ersetzt wird. Dazu kam im Winter mit Takumi Minamino ein weiterer Konkurrent für die Offensivpositionen. Insgesamt also eine Situation, die einen so begabten Fußballer wie Shaqiri auf Dauer nicht zufrieden stellen kann, wodurch ein Abschied im kommenden Sommer im Bereich des Möglichen liegt.

Edel-Joker Divock Origi?

Der Mann, ohne den nach der Meinung vieler Fans, Fußball nichts ist. Überragende und entscheidende Auftritte zum Ende der vergangenen Saison ließen die Hoffnung aufkommen, dass dieser so begabte Stürmer nun endlich auch richtig Druck auf die Front Three der Reds ausüben und den Status als Joker hinter sich lassen könne.

 

 

Der Belgier kommt zwar wettbewerbsübergreifend auf respektable 31 Einsätze, in denen er aber durchschnittlich jeweils nur 35 Minuten auf dem Feld stand. Demzufolge muss man konstatieren, dass es Divock Origi auch 19/20 erneut nicht gelungen ist, den Joker-Status komplett zu überwinden. Denn: Auch seine gezeigten Leistungen liegen mit einer Note von 6,3 im Saisondurchschnitt am unteren Ende des teaminternen Rankings. Aber: Es sind noch einige Spiele in dieser Saison zu absolvieren, einige MOTM-Awards zu vergeben und jeder weiß, dass unsere Nummer 27 am liebsten in entscheidenden Momenten aufblüht. Daher zählt natürlich auch für uns: Football without Origi is nothing!








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