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Rylee Foster hat einen schweren Unfall überlebt. Jetzt plant sie sogar eine Rückkehr in den Profisport.
Photo credit: Nick Taylor/Liverpool FC/Liverpool FC via Getty Images

Liverpools Rylee Foster: Ich dachte, ich würde nie wieder spielen können!

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  • Autor André Völkel
    2 Monat(e) vor



Im Oktober 2021 war Rylee Foster in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, der sie fast das Leben gekostet hat. Wie durch ein Wunder überlebte sie und plant jetzt ihre Rückkehr auf den Platz

Im Oktober 2021 war Rylee Foster in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, der sie fast das Leben gekostet hat. Wie durch ein Wunder überlebte sie und plant jetzt ihre Rückkehr auf den Platz. Ebenso ein Wunder nach dieser Verletzung.

Die kanadische Torhüterin des Liverpool FC ist in den letzten Spielen der Frauenmannschaft an der Seitenlinie gewesen, um das Team zu unterstützen. Sie posiert mit Fans und Spielern, lächelt wieder und zeigt, dass sie zurückkommen wird. Die Rehabilitation läuft hervorragend.

2023 möchte sie wieder für die Reds spielen. Dann natürlich in der ersten Liga der englischen Frauen. Es klingt alles wie ein Wunder.

Foster: "Ich dachte, ich würde sterben!"

Im Oktober reiste Foster nach Finnland. Sie saß auf dem Rücksitz und das Auto geriet in einen Unfall. Das Auto überschlug sich. Der Gurt hatte eine Fehlfunktion und Foster wurde durch die Windschutzscheibe geschleudert. Alle fünf Insassen überlebten den Unfall. Tatsächlich rettete die Tatsache, dass Rylee aus dem Auto flog, ihr Leben. Das Dach kollabierte in den Innenraum und hätte sie unweigerlich getötet.

Foster überlebte mit sieben schweren Brüchen am Hals. Zwei Wochen nach dem Unfall entdeckten die Ärzte in Liverpool, dass die schweren Verletzungen zu einer Lähmung hätten führen können. Fosters Kopf und Hals musste stabilisiert werden. Und somit fixierten sie Fosters Kopf mit einem Halo-Fixateur and verschiedenen Stellen im Kopf. Die Belastung wird so auf den Brustkorb verlagert.

"Sie sagten mir, dass ich schwere Verletzungen und Lähmungen riskieren würde, wenn ich den Halo-Fixateur nicht trage, weil sich meine Knochen immer weiter voneinander lösten. Der Halo-Fixateur würde meinen Hals zu 98 Prozent ruhigstellen. Er wird an vier Stellen in meinem Kopf verschraubt, zwei vorne und zwei hinten. Er überträgt das gesamte Gewicht auf die Brustplatte und die Stangen, so dass ich keine Belastung auf meinem Hals habe."

"Ich dachte, ich würde nie wieder spielen können!"

Fosters Diagnose schien aussichtslos. An eine Rückkehr in den aktiven Sport sei zunächst nicht zu denken. Doch Ende Januar erhielt sie dann die beste Nachricht, die sie sich erhoffen kommt. Ihre Knochen scheinen sich fast vollständig zu verheilen.

Foster bekam im März die Fixierung entfernt. Zu den letzten Siegen der Saison konnte sie mit einer Halskrause dabei sein und unterstützen. Es hätte sein können, dass die Ärzte den Hals und Kop nochmal fixieren müssen, hieß es in einem Interview. Diese Art der Verletzung braucht sehr viel Heilungszeit und Geduld.

"Den einfachen Teil des Wartens habe ich hinter mir, jetzt kommt der schwierige Teil der körperlichen Rehabilitation. Ich werde versuchen, in einem Jahr wieder in den Fußball zurückzukehren, und das ist so aufregend, dass ich nie gedacht hätte, dass das eine Option sein könnte." sagte Rylee kurz vor dem Ende der Saison.

Foster: "Es ist ein Wunder, hier zu sein."

Es wird lange dauern, bis Foster endlich wieder zwischen den Pfosten stehen kann. Die komplette Reha zurück in den aktiven Profisport wird mindestens ein Jahr dauern, so die Ärzte.

"Ich will es nicht überstürzen. Es ist ein Wunder, hier zu sein. Es war eine dunkle Achterbahnfahrt, aber jetzt sieht alles gut aus."

Nach dem Unfall und jetzt in der Reha sind vor allem die mentalen Auswirkungen eine starke Herausforderung für Foster. Zwischen Euphorie den Unfall überlebt zu haben, bis hin zu düstere und wütende Gefühlswelten war Rylee allerdings nicht allein. Neben dem Team des LFC war vor allem ihre Schwester immer an ihrer Seite.

"Man denkt fast, dass die Welt zu Ende ist. Und ich weiß, dass ich großes Glück hatte, den Unfall lebend zu überstehen", sagte sie. "Aber es ist fast so, als ob alles, wofür man hart gearbeitet hat, einem weggenommen wird. Ich kann nicht ändern, was in der Vergangenheit passiert ist. Was ich tun kann, ist, mich zu erholen und die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen. "Die ersten zwei Wochen waren eine echte Herausforderung für mich, wahrscheinlich die dunkelsten Momente meines Lebens."

Die Liverpool FC Women machten vor Kurzem den Aufstieg in die erste Liga fest. Rylee feierte und unterstützte am Spielfeldrand mit. Es wird noch ein langer, harter Weg. Auf diesem Weg werden sie allerdings der Club, die Spieler, die Familie und die Fans begleiten.

Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und eine schnelle Genesung, Rylee! YNWA

Geschrieben von André Völkel // Headerbild: Liverpoolfc.com





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