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Das Vereinsemblem des Liverpool FC an den Toren vor Anfield
Photo credit: Alex Livesey/Getty Images

Liverpools Bürgermeister verlangt Saisonabbruch

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  • Autor Richard Köppe
    30 Tage vor



Liverpools Bürgermeister Joe Anderson möchte die jetztige Premier League-Saison abbrechen und den Liverpool FC zum Meister deklarieren.

Die Premier League hat seit Mitte März aufgrund des Coronavirus den Spielbetrieb eingestellt. Jedoch arbeiten die Liga, die Vereine und die englische Regierung an einer möglichen Fortsetzung des Wettbewerbs. Liverpools Bürgermeister Joe Anderson hält es aber für verantwortlicher, die aktuelle Saison abzubrechen und den Liverpool FC zum Meister zu erklären.

"Ich denke, das Beste ist, die Saison tatsächlich zu beenden", sagte Anderson gegenüber der BBC. "Es geht nicht nur um Liverpool - sie haben die Liga eindeutig gewonnen - sie haben es verdient, sie sollten zum Meister gekrönt werden. Unter dem Strich geht es jedoch um Gesundheit und Sicherheit sowie um das Leben der Menschen, und ich denke, dass der Fußball bei der Auswahl hier an zweiter Stelle stehen muss."

Liverpool steht mit 25 Punkten Vorsprung an der Spitze der Premier League. Bei noch neun ausstehenden Spielen benötigen die Reds sechs Punkte um die 19. Meisterschaft mathematisch zu sichern. Es wäre der erste Meistertitel für den Liverpool FC seit 30 Jahren.

Anderson fürchtet Meisterpartys in Liverpool

Falls der Spielbetrieb der Premier League fortgesetzt wird, befürchtet Anderson, dass sich dennoch Leute zum Feiern versammeln werden, auch wenn die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollten. "Selbst dann [wenn Spiele ohne Zuschauer stattfinden], würden wahrscheinlich viele Leute außerhalb von Anfield auftauchen, um zu feiern, und ich verstehe die Bedenken der Polizei, also gibt es hier ein echtes Problem für uns", mutmaßt Anderson, der selber ein bekennender Fan des Stadtrivalen Everton FC ist.

"Selbst wenn es hinter verschlossenen Türen wäre, würden viele tausend Menschen sich außerhalb von Anfield versammeln. Ich denke, es wäre wirklich schwierig für die Polizei, die Menschen auseinander zu halten und soziale Distanz zu wahren, wenn sie außerhalb von Anfield feiern würden. Es wäre lächerlich."

"Es ist schwierig für uns, Menschen zu stoppen, die sich bei gutem Wetter in Parks versammeln, insbesondere junge Menschen und ich fürchte, die Leute würden es einfach ignorieren. Die Polizei ist zu Recht besorgt darüber, da wir hier in der Stadt sind, und auch die Gesundheitsbehörden sind besorgt darüber. Deshalb bitten wir die Premier League und die Regierung, all diese Bedenken zu berücksichtigen, die wir haben."

Liverpool FC enttäuscht über Andersons Aussagen

Nach dem BBC-Interview veröffentlichte der Liverpool FC ein Statement, indem sie ihre Enttäuschung über Andersons Aussagen ausdrückten. "Neben dem Mangel an Beweisen, die solche Behauptungen stützen, möchten wir auch auf die jüngsten Diskussionen mit Bürgermeister Anderson über die Möglichkeit eines Fußballs hinter verschlossenen Türen hinweisen, bei denen festgestellt wurde, dass es wichtig ist, dass sich wichtige Akteure in der ganzen Stadt weiterhin engagieren und zusammenarbeiten", hieß es in dem Statement auf der Vereinswebsite.

Der Verein befinde sich im regelmäßigen Kontakt mit der Stadt Liverpool über die Rahmenbedingungen eines möglichen Neustarts der Premier League. Ebenso sei der Klub im ständigen Austausch mit Fanclubs. Diese versicherten, dass sie im Falle einer Meisterschaft die Social-Distancing Richtlinien respektieren würden. Ziel des Liverpool FC und der anderen 19 Premier League Vereine ist es, die Saison sportlich zu Ende zu bringen. Somit sollen mögliche Diskussionen zum Thema Meisterschaft, Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe und Abstieg vermieden werden.





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