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Der Liverpool FC muss wegen der Super League eine  Millionen-Strafe an die Premier League zahlen.n.n
Photo credit: Yui Mok/59312901 via Imago

Liverpool zahlt Millionen-Strafe an die Premier League wegen Super League-Vergehen

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  • Autor Richard Köppe
    4 Monat(e) vor



Die sechs Premier League-Vereine, die Teil einer Super League werden wollten, müssen gemeinsam 20 Millionen Pfund Strafe an die Liga zahlen.

Im April versuchten der Liverpool FC, Manchester United, Manchester City, Chelsea FC, Arsenal FC und Tottenham Hotspur gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Spitzenklubs eine European Super League zu gründen. Sie sollte ein Gegenstück zu den internationalen Wettbewerben des europäischen Fußballverbandes UEFA sein und den teilnehmenden Vereinen mehr Selbstbestimmung unter anderem bei der Verwaltung der Einnahmen durch TV-Gelder oder Sponsoring ermöglichen.

Das Projekt stieß auf heftige Proteste vonseiten der Fans, Spieler, Trainer und der Medien, sodass fast alle teilnehmenden Vereine nur wenige Tage später einen Rückzieher machten. Bis auf den FC Barcelona, Real Madrid und Juventus Turin haben alle Klub sich von der Super League-Idee distanziert.

Liverpool und Co. kommen glimpflich davon

Für den Versuch, eine unabhängige europäische Liga zu starten, die auch die Fußballpyramide in England heftig durcheinander gewirbelt hätte, sollen die sechs Vereine der Premier League nun von der Liga bestraft werden. Im Gespräch ist eine Geldstrafe von circa 20 Millionen Pfund. Der Liverpool FC müsste dementsprechend zwischen drei und vier Millionen Pfund an die Premier League zahlen. Das Geld soll für Projekte zur Förderung des Amateurfußballs und kommunale Projekte verwendet werden.

Die neun Super League-Vereine mussten bereits eine gemeinsame Strafe von 15 Millionen Euro an die UEFA zahlen. Ebenso werden ab der Saison 2023/24 fünf Prozent ihrer Einnahmen durch UEFA-Wettbewerbe einbehalten. In Liverpools Fall werden Eigentümer John W. Henry und seine Fenway Sports Group alle entstanden Strafzahlungen, die durch den Super League-Vorstoß entstanden sind, decken. Der Verein wird somit nicht finanziell belastet.


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Eine höhere Strafe vonseiten der UEFA droht dem FC Barcelona, Real Madrid und Juventus Turin, die sich bisher noch nicht offiziell von der Super League abgewandt haben. Die drei Vereine könnten in Zukunft für einen bestimmten Zeitraum von UEFA-Wettbewerben ausgeschlossen werden.

 





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