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Liverpool FC-Logo auf der Eckfahne in Anfield
Photo credit: Paul Ellis/Getty Images

Liverpool verzichtet doch auf staatliche Hilfen

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  • Autor Richard Köppe
    2 Monat(e) vor



Nach großer medialer Kritik wird der Liverpool FC auf die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsmittel verzichten, um beurlaubtes Personal zu bezahlen.

 

Am Samstag entschied sich der Liverpool FC dazu, ungefähr 200 seiner Mitarbeiter zu beurlauben. Dabei sollten sie weiterhin 100 Prozent ihres Gehalts erhalten. Durch die Beurlaubung konnte der Verein auf Hilfsgelder der britischen Regierung zugreifen, die 80 Prozent des Mitarbeitergehalts übernommen hätten. Der Liverpool FC hätte den Mitarbeiten die restlichen 20 Prozent ausgezahlt.

Diese Entscheidung löste eine Welle der Entrüstung in den nationalen Medien und auf Social Media aus. Fans, Journalisten und ehemalige Spieler kritisierten die Entscheidung des Vereins, trotz Millionengewinne öffentliche Gelder in Anspruch zu nehmen. Jetzt hat Liverpools CEO Peter Moore in einem offenen Brief sich zu dem Vorfall geäußert. Dabei versicherte er, dass der Verein seine Mitarbeiter nun doch nicht beurlauben werde.

"Wir glauben, dass wir letzte Woche zu dem falschen Schluss gekommen sind, dass wir aufgrund der Aussetzung des Premier League-Fußballkalenders beabsichtigen, uns für das Coronavirus Retention Scheme und Urlaubspersonal zu bewerben, und das tut uns wirklich leid", so Moore in seinem Statement.

"Unsere Absicht war und ist es, sicherzustellen, dass die gesamte Belegschaft in diesem beispiellosen Zeitraum so weit wie möglich vor Entlassung und/oder Verdienstausfall geschützt wird. Wir sind daher bestrebt, alternative Betriebsmethoden zu finden, während keine Fußballspiele ausgetragen werden, um sicherzustellen, dass wir uns nicht für das staatliche Hilfsprogramm bewerben müssen."

Moore warnt vor möglichen finanziellen Verlusten

Moore machte ebenso darauf aufmerksam, dass diese Entscheidung zu finanziellen Einbußen führen könnte. Dennoch vertraut er den Mitarbeitern und Verantwortlichen des Vereins für ihre Arbeit, den Schaden so gering wie möglich zu halten.

"Im Sinne der Transparenz müssen wir uns aber auch darüber im Klaren sein, dass wir trotz der Tatsache, dass wir vor dieser Krise in einer gesunden Position waren, unsere Einnahmen eingestellt wurden und unsere Ausgaben bestehen bleiben. Und wie in fast allen Bereichen der Gesellschaft herrscht große Unsicherheit und Besorgnis über unsere Gegenwart und Zukunft."

"Wir sind damit beschäftigt, alle Möglichkeiten in unserem Rahmen zu erkunden, um den unvermeidlichen Schaden zu begrenzen. Wir danken den vielen großartigen Menschen in unserem Klub auf allen Ebenen, die sich dafür einsetzen, dass wir genau das tun, trotz der Komplexität und Unvorhersehbarkeit in der Welt und in unserer Branche."

Es ist nicht das erste Mal, dass die Besitzer des Liverpool FC, die Fenway Sports Group, eine unpopuläre Entscheidung zurücknehmen. 2016 nahmen sie nach einem Fanprotest während eines Premier League-Spiels die Entscheidung zurück, die Ticketpreise im neuen Main Stand auf 77 Pfund anzuheben.





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