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Fans von Atletico Madrid während dem UEFA Champions League-Spiel gegen den Liverpool FC am 11.März 2020
Photo credit: Julian Finney/Getty Images

Liverpool - Atletico Madrid-Spiel wird vom Stadtrat untersucht

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  • Autor Richard Köppe
    1 Monat(e) vor



Der Liverpooler Stadtrat untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Liverpooler Champions League-Spiel und dem Anstieg des Coronausbruchs in der Stadt gibt.

Am 11. März fanden sich 52.267 Zuschauer in Anfield wieder, um das Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League zwischen Liverpool FC und Atletico Madrid live zu verfolgen. Darunter auch Tausende mitgereiste Fans aus der spanischen Hauptstadt. Zu diesem Zeitpunkt war das Coronavirus in Madrid bereits ausgebrochen. Wenige Tage später brach der Virus auch an der Merseyside aus.

Liverpools Bürgermeister Joe Anderson hat nun den Direktor für öffentliche Gesundheit Matt Ashton damit beauftragt, eine Untersuchung zwischen dem Coronaausbruch und dem Fußballspiel in die Wege zu leiten. Ashton wird die Fans die beim Spiel anwesend waren kontaktieren und befragen. In Zusammenarbeit mit Spezialteams aus Universitäten soll festgestellt werden, ob es einen Zusammenhang gibt.

"Wir möchten herausfinden, ob diese Entscheidung [das Spiel auszutragen] Auswirkungen auf die Menschen in dieser Stadt hatte, und ich habe Matt gebeten, mit den Universitäten zusammenzuarbeiten, um zu prüfen, ob die Daten uns einen Hinweis darauf geben können", sagte Bürgermeister Anderson gegenüber dem Liverpool Echo.

Er fügte hinzu: "Ich sagte damals, dass die Tatsache, dass die Madrider Fans nicht bei Spielen in ihrer Heimatstadt anwesend sein durften, aber zu einem Spiel in Liverpool reisen konnten, absurd war, aber die Regierung und die UEFA entschieden, dass das Spiel über die Bühne gehen sollte."

Fast 1.000 Liverpooler an Corona gestorben

Andere Spiele zu diesem Zeitpunkt fanden bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wie zum Beispiel das andere Achtelfinale zwischen Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund am selben Tag.  Nur wenige Tage später wurde auch der Spielbetrieb in der Premier League eingestellt und seitdem nicht wieder eröffnet.

"Wir werden mit den Universitäten und anderen Partnern zusammenarbeiten, um so gut wie möglich zu verstehen, ob das Spiel mit dem Anstieg der Coronavirus-Fälle in Liverpool in Verbindung gebracht werden kann", so Anderson. Bisher sind knapp 1.000 Menschen in Liverpool am Coronavirus gestorben, Tendenz steigend. Falls ein Zusammenhang zwischen dem Spiel und den Coronaausbruch wissenschaftlich bewiesen wird, dürfte sich die Frage der Schuld als Nächstes stellen.

 





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