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Adam Lallana verlässt den Liverpool FC am Ende der Premier League-Saison.
Photo credit: Phil Noble/Pool via Getty Images

Lallana reflektiert über seine Zeit beim Liverpool FC

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  • Autor Richard Köppe
    15 Monat(e) vor



Mittelfeldspieler Adam Lallana wird in wenigen Tagen den Liverpool FC verlassen. Der Engländer blickt mit Stolz auf seine sechs Jahre beim Verein zurück.

Für Adam Lallana finden sechs Jahre beim Liverpool FC nun ein Ende. Der Mittelfeldspieler kam 2014 für eine Ablöse von 31 Millionen Euro vom Southampton FC an die Merseyside. Nach 178 Spielen mit 22 Toren und 22 Vorlagen verlässt Lallana die Reds als Premier League-Sieger, Champions League-Sieger und Weltmeister. Aller Voraussicht nach wird er seine Karriere beim Premier League-Klub Brighton & Hove Albion fortsetzen.

In einem exklusiven Interview mit liverpoolfc.com sprach Lallana über seine Gefühle zu seinem Abschied. Seiner Meinung nach hat er während seiner Zeit realisiert, dass Liverpool "zu den besten Klubs der Welt zählt."

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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"Ich denke, das Wichtigste, was wir in den letzten sechs Jahren erreicht haben, ist, dass wir zu Gewinnern wurden, das war das i-Tüpfelchen in den letzten zwölf Monaten", sagte Lallana. "Ich glaube, ich habe hier drei Endspiele verloren, sie waren alle nacheinander. Es ist wirklich bemerkenswert, jetzt mit vier gewonnenen Trophäen zu gehen. Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich denke, es ist ein angemessener Zeitpunkt zu gehen und mein Kapitel hier zu beenden."

Schwere Anfangszeit unter Brendan Rodgers

Als Lallana 2014 beim Liverpool FC ankam, sah die Welt noch ganz anders aus. In der vorherigen Saison waren die Reds knapp an der Meisterschaft vorbeigeschrammt und Trainer Brendan Rodgers musste den Verkauf von Stürmer Luis Suarez auffangen. Für Lallana und die gesamte Mannschaft war es damals schwierig, den hohen Erwartungen gerecht zu werden:

"Wir haben offensichtlich Suarez verloren und Sturridge war verletzt und ich denke, wir hatten sieben oder acht Neuzugänge und jeder fand es schwierig, sich einzuleben", reflektiert Lallana. "Ich erinnere mich an die drei oder vier Spieler, die in dieser Saison wahrscheinlich die besten für uns waren, nämlich die Jungs, die drei oder vier Jahre hier waren - Henderson, Raheem (Sterling), Coutinho, Gerrard -, es war in diesem ersten Jahr wirklich schwierig für uns.

"Aber wir mussten alle irgendwie auf der Welle reiten. Das letzte Spiel der Saison war die 1:6-Niederlage bei Stoke City, Stevies letztem Spiel. Es war sehr schwierig, aber offensichtlich seit Jürgen hier ist ... und dabei sollte man nicht vergessen, was Brendan getan hat, denn es war zwar eine schwierige Saison, doch wir hatten ALLE eine schwierige Saison und ich denke, die Infrastruktur, die er  hier in seiner Amtszeit als Liverpool-Trainer aufgebaut hat, war fantastisch und gab Jürgen etwas, worauf er aufbauen konnte."

Lallana lernte aus Liverpools Finalniederlagen

In den fünf Jahren seitdem Jürgen Klopp Trainer der Reds ist hat sich viel zum Positiven verändert. Jedoch ging es mit dem Liverpool FC seit Klopps Verpflichtung nicht nur steil bergauf. 2016 verlor man das EFL Cup-Finale und das Europa League-Finale. Trotz der Enttäuschungen zog Lallana aus den verlorenen Endspielen die richtigen Schlüsse:

"Wenn es eine Sache gibt, die du aus Niederlagen mitnehmen musst, dann wie man lernt zu verlieren und dass du nicht wieder dort sein möchtest, und das es ein großartiges Zeichen ist, das Finale zu erreichen", schlussfolgerte Lallana. "OK, es gibt keine Garantie, um ein Finale zu gewinnen, aber um ein Finale zu gewinnen, musst du erst dorthin gelangen, und das haben wir konsequent getan."

Champions-League-Triumph ein großer Erfolg

Im Laufe der Jahre wandelte sich der Finalschmerz in Trophäen um. Nur ein Jahr nach dem verlorenen Champions League-Finale in Kiew gewann Liverpool 2019 endlich den Henkelpott - der erste Titel seit sieben Jahren für die Reds. "2005 weiß jeder genau, wo er war, als er das Spiel (Liverpool besiegt AC Mailand im Elfmeterschießen nach 0:3-Rückstand) gesehen hat und als Liverpool zurückkam. Jetzt ein Teil des Teams zu sein, das es wieder geschafft hat, und dann in der nächsten Saison das zu tun, was wir in dieser Saison getan haben - es ist wirklich schwer zu realisieren", sagte Lallana.

"Es ist etwas, auf das ich sehr stolz bin und ich fühle mich als Teil davon, denn ich verstehe, dass ich, obwohl ich in den letzten Jahren keine große Rolle gespielt habe, versuche, das Gesamtbild zu betrachten. Von meiner Ankunft im Klub bis zu meinem Abschied habe ich das Gefühl, dass der Verein Fortschritte gemacht hat, und ich fühle mich privilegiert und geehrt, ein kleiner Teil zu sein, aber definitiv ein Teil davon."

Lallana freut sich für Freund Jordan Henderson

Lallana pflegt vor allem zum Kapitän Jordan Henderson eine besondere Beziehung und freut sich bei den kürzlichen Erfolgen des Vereins vor allem für seinen besten Freund: "Er hat es mehr als jeder andere verdient, Kapitän von Liverpool zu sein und vier Trophäen in einer Saison hochzuhalten und niemand kann ihm das jemals nehmen. Nicht nur sein Freund, sondern auch sein Teamkollege zu sein, macht mich so stolz und privilegiert."

Der Moment, an dem Henderson am Mittwochabend den Premier League-Pokal von Sir Kenny Dalglish entgegennahm, war für Lallana der schönste Augenblick in seiner Zeit beim Liverpool FC: "Ich habe mich gefühlt, als hätte ich zur Saison was beigetragen", so Lallana. "Vielleicht war ich nicht die ganze Zeit auf dem Platz, aber ich hatte wichtige Momente. Mein Tor im Old Trafford war wunderschön, ich habe es genossen, aber es gab auch große Momente, als ich Spiele von der Bank aus über die Zeit brachte. Im Laufe einer Saison spielt jeder seiner Rolle."

Lallana freut sich auf Rückkehr nach Anfield

Zum Schluss verabschiedete sich Lallana mit einer Dankesbotschaft an die Fans des Liverpool FC, die ihren Spieler nicht persönlich im Stadion verabschieden können. Der Engländer hofft aber, als Gegner nach Anfield zurückzukehren und sich nochmal beim roten Anhang für den wundervollen Support zu bedanken: "Vielen Dank, dass ihr mich aufgenommen habt, besonders in meinem ersten Jahr, als wir alle ziemlich schwierige Momente hatten - die Spieler, Fans -, aber ich hatte sofort das Gefühl, dass der Spielertyp, der ich war - und bin -, den Fans sympathisch war", so Lallana.

"Es wird bedauerlich sein, dass ich keine Chance bekomme, mich richtig zu verabschieden, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich wieder in Anfield bin und um drei Punkte gegen sie kämpfen werde, aber ich bin sicher, dass sie mich nett begrüßen werden und es wird schön sein, sich richtig zu verabschieden, und ich bin sicher, dass das irgendwann in der nächsten Saison passieren wird."





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