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Liverpool FC-Trainer Jürgen Klopp äußerte Kritik zur geplanten Super League.
Photo credit: Lee Smith/59287679 via Imago

Klopp zur Super-League-Reform: Es geht nur ums Geld

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  • Autor Richard Köppe
    5 Monat(e) vor



Vor dem Premier League-Spiel gegen Leeds United äußerte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp seinen Unmut über die neue Super League.

Am Montag gaben der Liverpool FC und elf weitere Klubs aus England, Spanien und Italien bekannt, dass sie eine eigene Super League gründen werden, um sich von den internationalen Wettbewerben der UEFA abzukapseln. Die Gründungsmitglieder wären jedes Jahr gesetzt und müssten sich nicht über die heimische Liga für den internationalen Wettbewerb qualifizieren.

Nach der Bekanntgabe folgte ein riesiger Aufschrei in der Fußballwelt. Zahlreiche Fans, aktive und ehemalige Spieler und Journalisten kritisierten die Pläne der Spitzenklubs aufs Schärfste. Da die Besitzer des Liverpool FC selbst noch kein Statement zur Super League-Entscheidung gaben, musste sich Jürgen Klopp vor dem Premier League-Spiel gegen Leeds als Vertreter des Vereins zu den hanebüchenen Plänen seiner Bosse äußern.

"Habe kein Problem mit der Champions League"

Klopp machte klar, dass weder er noch seine Spieler in den Entscheidungsprozess mit einbezogen wurden. Schon in der Vergangenheit äußerte sich Klopp kritisch zu Plänen einer Super League. Von diesem Standpunkt wich er heute nicht ab. "Meine Meinung darüber hat sich nicht geändert. Ich habe gestern zum ersten Mal darüber gesprochen. Wir haben einige, aber nicht viele Informationen bekommen. Es ist eine schwierige Sache, die Leute sind nicht glücklich, das kann ich verstehen. Wir sind in keinen Prozess involviert, weder ich noch die Spieler", sagte Klopp. "Ich weiß nicht, warum die zwölf Klubs es getan haben."

"Seitdem ich Spieler war, gab es die Champions League schon. Mein Ziel war es immer, ein Team dort zu trainieren. Ich habe natürlich kein Problem mit der Champions League", sagte Klopp. "Ich mag den kompetitiven Faktor im Fußball. Ich finde es toll, dass West Ham vielleicht nächste Saison Champions League spielt - ich möchte es aber nicht, weil wir auch da spielen wollen!"

Klopp nimmt auch UEFA und FIFA ins Visier

Klopp kritisierte aber nicht nur die Super League-Pläne, sondern auch die Verbände UEFA und FIFA. Diese haben laut Klopp in der Vergangenheit zu viele zusätzliche Spiele angesetzt, ohne auf die Kritik des Trainers zu hören. "Ich weiß, dass sich manche Dinge in der Zukunft ändern werden, ändern müssen, das Kräfteverhältnis und solche Sachen. Die UEFA und die FIFA können nicht einfach über Dinge entscheiden. Ich habe ihnen gesagt, es gibt zu viele Spiele und dass ich das nicht begrüße und es passiert trotzdem. Es geht nur ums Geld. Nichts anderes."

Vor dem Spiel gegen Leeds United wurde der Mannschaftsbus von einer Menge unzufriedener Fußballfans ausgebuht. Zusätzlich haben Liverpool-Fans vor dem Kop in Anfield Protestbanner aufgehängt und werden die unterstützenden Fan-Banner im Stadion abhängen. Für Klopp sei es aber wichtig, dass die gute Beziehung zwischen Fans und Mannschaft bestehen bleibt. "Der Liverpool Football Club ist mehr als ein paar Entscheidungen. Der wichtigste Teil des Fußballs sind die Fans und das Team. Da darf nichts dazwischen kommen. Ich verstehe die Wut der Fans", sagte Klopp. "Die Jungs haben nichts falsch gemacht, außer dass sie nicht alle Fußballspiele gewonnen haben."


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Am Ende ist es sowohl für Klopp als auch die Spieler und Fans wichtig, dass der Wettbewerbsfaktor im Fußball erhalten bleibt und sich Liverpool nur sportlich für europäische Wettbewerbe qualifizieren soll. "Ich verstehe, dass die Leute an der Super League den fehlenden Wettbewerbsfaktor nicht mögen. Wenn wir es verdienen, wollen wir dabei sein, so wie jeder andere auch."





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