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Jürgen Klopp, Trainer des Liverpool FC, äußerte sich kritisch über die Transferausgaben der Konkurrenz aus der Premier League.
Photo credit: Jose Breton via Imago

Klopp über Transfers: Wir können nicht Geld ausgeben, dass wir nicht besitzen

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  • Autor Richard Köppe
    2 Monat(e) vor



Jürgen Klopp erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Premier League-Start, warum die Reds bei Transfers nicht groß zugeschlagen haben.

Heute Abend rollt in der Premier League endlich wieder der Ball. Der Liverpool FC bestreitet sein Auftaktspiel am Samstagabend bei Aufsteiger Norwich City. Die Reds wollen nach der vergangenen Saison wieder einen Angriff auf die Meisterschaft wagen.

Doch auch die Konkurrenten sind heiß auf den Titel. Manchester City, Chelsea und Manchester United gaben im Sommer viel Geld für Neuzugänge wie Jack Grealish, Romelu Lukaku und Jadon Sancho aus. Die neuen Spieler sollen den Teams natürlich dabei helfen, den Premier League-Titel zu sichern.

Liverpool hat sich im Sommer nur mit Ibrahima Konaté von RB Leipzig verstärkt. Jürgen Klopp äußerte sich kritisch über die astronomischen Transferausgaben der Konkurrenz, gerade in Zeiten der Pandemie. "Diese Vereine sind nicht davon abhängig", sagte Klopp. "Wir alle wissen, wie die Situation bei zum Beispiel Chelsea, City und PSG ist. Ich weiß nicht genau wie United das anstellt. "Wir haben unseren Weg. Wir dürfen nur das Geld ausgeben, das wir verdienen. Das haben wir immer gemacht."

Klopp: "Wir sind in einer besseren Situation."

Statt teurer Neuzugänge hat Liverpool die Verträge von wichtigen Leistungsträgern der Mannschaft verlängert. Mit Trent Alexander-Arnold, Fabinho, Alisson Becker und Virgil van Dijk, der heute bis 2025 verlängerte, sind die Reds gut für die Saison und für die Zukunft aufgestellt.

"Wer ein echter Liverpool-Fan ist, muss mit den Neuigkeiten zufrieden sein, die der Verein in den letzten Wochen mit den neuen Verträgen geliefert hat. Alisson, Trent, Fab, Virgil, das sind tolle Neuigkeiten", so Klopp. Für das Auftaktspiel gegen Norwich kann der Trainer auf einen fast komplett fitten Kader zugreifen. ""Wir haben einen wirklich guten Kader zusammen, wir sollten in einer besseren Situation sein als letztes Jahr."

Klopp sieht kein Bedarf für Wijnaldum-Ersatz

Mit Georginio Wijnaldum hat aber auch ein Leistungsträger die Mannschaft im Sommer verlassen. Der Niederländer ließ seinen Vertrag bei Liverpool auslaufen und wechselte im Sommer ablösefrei zu Paris Saint-Germain. Auf die Nachfrage, ob er vorhabe, noch einen Ersatz für Wijnaldum zu verpflichten, reagierte Klopp perplex.

"Sagen Sie mir, ob Sie einen Mittelfeldspieler verpflichten würden und sagen Sie mir dessen Namen, und ich werde darüber nachdenken", antwortete Klopp auf die Frage des Journalisten. "Wir haben Thiago und Henderson, die bisher nicht in die Saisonvorbereitung involviert waren und wir haben einige Spiele mit Milner, Naby Keïta und Harvey [Elliott] gespielt."

"Wir haben ein weiteres Mittelfeld, das das zweite Spiel [gegen Osasuna d.R.] mit Oxlade, Fabinho und Curtis Jones – ein weiterer Spieler, der den nächsten Schritt machen kann und wird, ein Ausnahmetalent. Jetzt sagen Sie mir, welchen Spieler wir brauchen. Ich bin nicht wütend oder verärgert – ich bin wirklich interessiert – welche Art von Spieler sollten wir Ihrer Meinung nach verpflichten?", frage Klopp.

"Können nicht einfach Spieler hinzufügen"

"Sollte er mehr Tore schießen als Gini, sollte er besser verteidigen als Fab, sollte er kreativer sein als Naby, Curtis, Ox, Harvey? [...] Wir können diesem Kader nicht einfach Spieler hinzufügen und sagen: ‚Jetzt schauen wir uns an, wie das funktioniert‘. Man muss sich das ganze Jahr mit dem Kader auseinandersetzen, wenn jemand geht, müssen wir uns dann überlegen, ob wir ihn ersetzen müssen?"

"Im Fall Gini haben wir zwei Spieler, die nicht neu sind, aber mit Harvey und Curtis den nächsten Schritt machen können, und Naby kann den nächsten Schritt machen. Wir hatten eine volle, außergewöhnliche Vorbereitung, das können wir nicht ignorieren."


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Eine Mittelfeldverstärkung für Liverpool scheint angesichts dieser Aussagen unwahrscheinlich zu sein. Es könnte also ein ruhiges Transferfenster für die Reds werden, die mehr darauf bedacht sind, Spieler wie Xherdan Shaqiri oder Nathaniel Phillips noch zu verkaufen oder verleihen.

 





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