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Jürgen Klopp vom Liverpool FC ist sauer über das neue Format der UEFA Champions League.
Photo credit: Lee Smith/59288760 via Imago

Klopp sauer über Champions League-Reform: Wir werden nicht gefragt

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  • Autor Richard Köppe
    8 Monat(e) vor



Jürgen Klopp hielt in der Pressekonferenz eine Brandrede über das neue Format der UEFA Champions League und der zu hohen Anzahl an Spielen.

Eigentlich sollte Jürgen Klopp am Freitagnachmittag über das bevorstehende Premier League-Spiel gegen Newcastle United sprechen. Doch die Ereignisse dieser Woche gingen auch am Trainer des Liverpool FC nicht vorbei. Denn Klopps Chef, John W. Henry, war einer der Initiatoren einer geplanten Super League der Spitzenvereine, die nach zwei Tagen bereits wieder vom Tisch war. Henry entschuldigte sich bei Klopp, den Spielern und den Fans per Videobotschaft für den von ihm verursachten Ärger.

Zeitgleich setzte die UEFA eine Reform für die Champions League durch. Ab 2024 wird Europas Königsklasse auf 36 Vereine aufgestockt. In einer Liga nach dem Schweizer Modell wird es jetzt vier Gruppenspiele mehr für jeden einzelnen Teilnehmer geben. Klopp, der in der Vergangenheit öfters die Aufstockung des Terminkalenders kritisierte, machte auf der Pressekonferenz klar deutlich, was er von den Plänen der UEFA hält:

Klopp sieht keinen Platz im Spielplan für mehr Spiele

"Die Super League ist jetzt vom Tisch, gut, sehr gut. Aber bei der neuen Champions League denkst du dir nicht 'Oh, toll was ist denn das? Lasst uns das machen'. Sie haben es mir gezeigt und ich habe gesagt 'Ich mag es nicht' denn wir haben jetzt zehn Spiele statt sechs [in der Gruppenphase]. Ich habe keinen Plan, wo wir diese unterbringen sollen."

"Vielleicht fordert die UEFA, dass die Pokalwettbewerbe in England gestrichen werden, oder dass wir 18 Teams in der Liga haben sollen oder etwas Ähnliches. Sagt das der Premier League und die sagen dir 'Keine Chance.' Sagt das der EFL und die sagen dir 'Keine Chance'."

"Wir werden nicht gefragt, wir müssen nur liefern"

"Die Einzigen, die nie gefragt werden, sind die Trainer, die Spieler und die Fans. Ich weiß, manche Fans denken 'Spielt mehr Spiele, ihr bekommt ja viel Geld.' Aber wir sind schon an der Grenze. Glaubt mir, wenn alle Trainer das Gleiche denken - die Trainer der Teams die internationalen Fußball spielen - dann muss da doch was dran sein, dass es ein bisschen zu viel ist."

"Aber die UEFA hat uns nicht gefragt; die Super League-Erfinder haben uns nicht gefragt; niemand fragt uns. Es heißt immer 'Spielt mehr Spiele.' In der jetzigen Struktur ist es nicht möglich. Du kannst nicht 20 Teams in der Liga, zwei Pokalwettbewerbe und 10 internationale Spiele vor Weihnachten haben. Das ist alles nicht möglich. Aber wir werden nicht gefragt, wir müssen nur liefern."


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Klopp ist nicht der Einzige, der sich kritisch über die Champions League-Reform äußert. Fangruppierungen wie "Spirit of Shankly" oder "Spion Kop 1906" fordern ebenfalls die Abschaffung des neuen Champions League-Modus. Mit Ilkay Gündogan von Manchester City äußerte sich ein Spieler ebenfalls kritisch. Der deutsche Nationalspieler postete auf Twitter: "Immer mehr und mehr und mehr Spiele, denkt denn niemand mehr an uns Spieler? Das neue UCL-Format ist im Vergleich zur Super League nur das geringere der beiden Übel."





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