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Photo credit: Andrew Powell/Getty Images

Klopp-PK vor United: Liverpool ist der natürliche Feind einiger Vereine

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  • Autor Richard Köppe
    4 Monat(e) vor



Am Sonntag steigt mit Liverpool gegen Manchester United das Duell der beiden erfolgreichsten Mannschaften Englands. Jürgen Klopp sprach in der Pressekonferenz von der besonderen Bedeutung des Rivalenduells.

Sportlich gesehen hat sich eine große Lücke aufgetan zwischen dem Liverpool FC und Manchester United. Während die Reds als Champions League- und Klub-WM-Sieger unangefochten an der Tabellenspitze der Premier League stehen, muss United mit satten 27 Punkten Rückstand auf Klopps Team schauen, dass sie noch die Qualifikation für die Champions League erreichen können.

Dennoch besitzt das Duell der beiden erfolgreichsten Klubs des Landes wie gewohnt eine hohe Brisanz, auf die Jürgen Klopp gestern in der Pressekonferenz deutlich aufmerksam machte: "Es ist ein sehr, sehr wichtiges Fußballspiel. Sehr wichtig, wie die Spiele gegen so ziemlich alle Gegner. Wir müssen lernen, richtig mit solchen Partien umzugehen", sagte Klopp mit Hinblick auf das Duell am Sonntag.

Klopp: "Wir spielen alle Spiele für unsere Fans"

Denn obwohl Liverpool sich in der Favoritenrolle befindet, konnte Manchester United in den letzten zehn Pflichtspielen nur zweimal bezwungen werden. Über einen ähnlichen Ausgang wie beim letzten Aufeinandertreffen in Anfield, einem 3:1-Sieg im Dezember 2018, würden sich die Kopites gewiss überschwänglich freuen.

"Wir wissen, wie wichtig es für unsere Fans ist", sagte Klopp. Der Trainer bemerkt aber, dass seine Liverpool-Mannschaft jedes Spiel mit der gleichen Energie angeht, wie das Rivalen-Duell gegen die Red Devils. "Wir spielen alle unsere Spiele für unsere Fans nicht nur diese Art von Spielen. Der einzige Grund, warum wir das tun, ist, dass einige Leute uns zusammengebracht haben, und Liverpool ist offensichtlich der natürliche Feind einiger Vereine."

"Wir haben mehr natürliche Feinde als andere Vereine - der Grund ist wahrscheinlich unsere Geschichte, wie erfolgreich dieser Verein war. Aber wir haben es vor langer Zeit gesagt, ich habe es vor langer Zeit gesagt, wir müssen unsere eigene Geschichte schreiben."

Klopp sieht Solskjaers Strategien gegen Liverpool nicht als Kritik

Klopp wurde auch zur Spielweise von Ole Gunnar Solskjaers Mannschaft in den vergangenen Spielen befragt. Manchester United wählte zuletzt häufiger eine defensive Strategie und setzte, zumeist mit Erfolg, auf Konterfußball. "Ich denke, in den letzten zwei Jahren waren die Auswärtsspiele in dieser Hinsicht besonders seltsam", urteilte Klopp. "Ich sagte es nach dem Spiel damals und Ole wurde auch damit konfrontiert, dass ich so etwas sagte wie, 'United hat nur heute verteidigt'. Ich weiß nicht mehr genau, ob ich es so gesagt habe, aber wahrscheinlich ist es wahr, weil ich es in diesem Moment fühlte."

"[...] Auf der anderen Seite sind die Konterangriffe auf dem höchstem Level der Welt [...]. Ich sage nicht, dass sie auf Konter spielen, aber das ist eine Hauptaufgabe bei ihnen. Wenn die Leute das als Kritik sehen wollen, kann ich das nicht ändern. Aber es ist nur eine Beschreibung der Situation und das erschwert uns natürlich das Leben. Wenn es ein offenes Spiel ist, dann spielt Fußball - hier ist Platz, da ist Raum, so was. Aber so ist es nun mal."

Hält Liverpools Abwehrbollwerk auch gegen Manchester United dicht?

Zuletzt kann aber auch Liverpool auf eine ausgezeichnete Defensive setzen. In den letzten sechs Partien in der Premier League blieben die Reds ohne Gegentor. Neunmal in den letzten elf Pflichtspielen. Zu Beginn der Saison 2019/20 blieb die Abwehr nur selten ohne Gegentor. Klopp ist sich der Wichtigkeit eines gegentorlosen Spiels bewusst: „Du möchtest es haben, weil es wahrscheinlicher ist, dass du das Spiel gewinnst, aber vorher waren die von uns kassierten Gegentore nie die gleichen."

"Wir haben plötzlich Gegentore kassiert, was vorher sehr ungewöhnlich war. Hier, ein wenig unkonzentriert, da kam eine Tackling eine Millisekunde zu spät oder was auch immer, und dann konnten die Gegner treffen."

"Es gab kein klares Muster dafür, dass wir sagen mussten: 'OK, wir müssen uns verbessern'. Es ging darum, sich zu konzentrieren, sich immer mehr aneinander zu gewöhnen, im richtigen Moment Glück zu haben und einen sehr guten Torhüter zu haben."

Trotz der aktuell guten Defensivstatistik, sieht Klopp noch Verbesserungsbedarf. Der Trainer bemerkte vor allem in den Spielen gegen Wolverhampton und Tottenham, dass der Gegner durchaus zu guten Torchancen kam. "Wir müssen in diesen Situationen ehrlich mit uns sein.

Es ist nicht so, dass wir in den letzten sechs Spielen perfekt verteidigt haben. Wir haben viel Raum für Verbesserungen, aber das wussten wir."

 





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