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Klopp im Interview über die Transferaktivitäten von PSG und ManCity und das Mannschaftsgefüge
Photo credit: Imago Images

Klopp: Man kann nur mit 11 Spielern spielen!

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  • Autor André Völkel
    25 Tage vor



Der Fußball steckt in einer Krise. Nicht erst seit der Pandemie. Jedoch werden die kranken und unfairen Strukturen in den letzten Monaten immer deutlicher.

 

 

Während viele Fußballklubs weltweit Zahlungsschwierigkeiten haben und jeden Cent doppelt umdrehen, eskalieren u.a. Manchester City und Paris St. Germain auf dem Transfermarkt. Was haben beide Klubs gemeinsam? Reiche Scheichs als Investoren und die Mittel das Financial Fair Play zu umgehen.

"Man kann nur mit 11 Spielern spielen!", sagte Klopp in einem Interview über seinen aktuellen Kader. Und erklärt auf brillante Weise warum Liverpool eben anders ist als Manchesters City, PSG, aber auch Manchester United. Jeder Spieler in seinem Kader habe "eine Daseinsberechtigung."

Die Reds blieben im Vergleich zu vielen anderen Klubs weitestgehend "ruhig" im Transferfenster. Im Sommer holte man den Wunschspieler Ibrahima Konaté für 36 Millionen Pfund und ließ unter anderem Gini Wijnaldum ziehen.

Das Beste draus machen

Derweil verpflichtete City Jack Grealish für 100 Millionen Pfund und bemüht sich um Harry Kane. United schlug bei Jadon Sancho zu (76,5 Millionen Pfund) und PSG sicherte sich die teuren Dienste von Gianluigi Donnarumma, Sergio Ramos, Achraf Hakimi, Danilo Pereira und Lionel Messi. Die Gehälterliste der Franzosen ist höher als der Eiffelturm.

Liverpool hat bei weitem nicht den schwächsten Kader in Europa. Allerdings sah man letzte Saison, was passieren kann, wenn einige Schlüsselspieler sich länger verletzen. Trotz allem holte sich Liverpool verdient den dritten Platz in der Liga und war in einigen Statistiken sogar besser als Manchester United, dem Zweitplatzierten.

Und genau das müssen wir Fans verstehen, wenn wir die Geschicke der Reds auf dem Transfermarkt bewerten.  "Es geht nicht darum, wer die 11 besten oder spektakulärsten Spieler auf dem Feld hat, sondern wer das Beste aus dem macht, was er zusammen hat, wer das Beste aus seinen Möglichkeiten macht", sagt Klopp. "Das ist auch nicht unfair, so ist es einfach.

Eine Mannschaft muss funktionieren

"Eine Mannschaft muss funktionieren. Es macht keinen Spaß, wenn man 40 Spieler hat und 22 von ihnen an jedem Wochenende nicht gut drauf sind. Bei uns haben alle Spieler eine Daseinsberechtigung und sind sehr zufrieden. Aber einfach nur Spieler zu holen, macht keinen Sinn."

Und genau hier trifft Jürgen mal wieder genau den Nerv. Es ist ein altes Thema, welches der Trainer anspricht. Und es lohnt sich hier wirklich einmal das große Ganze zu betrachten. Die Pandemie wird den Reds alleine mindestens 170 Millionen Pfund kosten. Wo soll denn das Geld herkommen, wenn nicht als zweifelhaften Quellen oder Hintergrund. FSG, die Besitzer des LFC, wollen den Klub nachhaltig gestalten und aufbauen. Riesige Finanzspritzen würden das Gefüge zerbrechen.

Neue Verträge für Leistungsträger

Für Liverpool lag die Priorität diesen Sommer darin wichtige Spieler zu halten und ihnen neue Verträge anzubieten. Fabinho, Trent Alexander-Arnold, Alisson und Virgil van Dijk haben alle lukrative neue Deals unterschrieben. Henderson wird der Nächste sein und es wird erwartet, dass Mohamed Salah ebenfalls einen neuen Vertrag bekommt.

Das sind alles Spieler, die zum Rückgrat der Mannschaft gehören und für den Erfolg der letzten Jahre verantwortlich sind. Und das war sicherlich nicht billig. Einige Spieler verließen den Klub, denn sie wollten mehr Spielzeit. Auch das kann sich Liverpool erlauben. Denn, auch wenn das nicht jeder direkt sieht, die Reds haben einen guten und qualitativ hochwertigen Kader. Und im Hintergrund die Akademie, bei der man sich auch noch bedienen kann.

"Paris hat 4:2 gegen Brest gewonnen. Wenn man den Kader von PSG sieht, würde man erwarten, dass es 8:0 ausgeht. Das Schöne am Fußball ist, dass niemand vorher weiß, wer gewinnen wird. Manche haben bessere Chancen, manche schlechtere. Aber jeder hat eine Chance. Das ist es, was ich am Fußball so toll finde." - und damit trifft Klopp wieder einen Nerv.


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