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Photo credit: Julian Finney/Getty Images

Gegneranalyse: West Ham United

Analyse

  • Autor Lukas Heigl
    1 Monat(e) vor



Am Montag empfängt der Liverpool FC das Team aus dem Nordosten Londons, West Ham United. Die Hammers befinden sich in einer schwierigen Saison, anstatt um Europa spielt man gegen den Abstieg. Die Analyse der Redmen Family:

Da das Hinspiel in London erst vor knapp drei Wochen gespielt wurde (auf die Analyse sei hier verwiesen, https://www.redmenfamily.de/news/gegneranalyse-west-ham-united), könnte man meinen, es gäbe nichts neues zu berichten. Aber weit gefehlt. Sowohl beim Kader als auch der Taktik gab es durchaus Änderungen.

Kader: Zwei späte Deals

Der Kader wurde im Winter noch einmal verstärkt. Bereits ein paar Stunden vor dem Hinspiel wurde der Transfer von Tomáš Souček von Slavia Prag bekannt gegeben. Der defensive Mittelfeldspieler kommt zunächst auf Leihbasis, im Sommer besitzen die Hammers eine Kaufoption. Die Gesamtablöse, sollte die Option gezogen werden, wovon auszugehen ist, beläuft sich auf knapp 21 Millionen €.

Am letzten Tag der Wintertransferphase wurde dann auch noch Jarrod Bowen verpflichtet. Der junge Flügelspieler kam für 21 Millionen € aus Hull aus der zweiten Liga, wo er mit 16 Treffern und sechs Vorlagen in 29 Spielen Aufsehen erregte.

Diese beiden Transfers zeigen, dass die Hammers nichts unversucht lassen wollen, den drohenden Abstieg zu verhindern.

Taktik: Hybridsystem dank flexiblen Stürmern

Grundsätzlich spielt das Team von David Moyes im 4-2-3-1. Gegen die Topteams der Liga stellt er sein System allerdings um. Dann rückt Aaron Cresswell, ein gelernter Linksverteidiger, als dritter Innenverteidiger ins Zentrum. Arthur Masuaku kommt als linker Außenverteidiger zusätzlich in die Mannschaft und komplettiert die Fünferkette.

Davor staffelt man sich im Ballbesitz mit drei zentralen Mittelfeldspielern und zwei Spitzen. Gegen den Ball rückt einer der Stürmer (in beiden Spielen war dies Robert Snodgrass) zurück ins Mittelfeld, einer der Mittelfeldspieler rückt nach außen und das System ändert sich zu einem 5-4-1.

Da man dieses System sowohl im Hinspiel als auch gegen Manchester City am vergangenen Mittwoch zu sehen bekam, ist davon auszugehen, dass es auch am Montag zum Einsatz kommt.

Diese System ist einzig und allein darauf ausgelegt, das eigenen Tor zu verbarrikadieren und vorne sehr vereinzelte Nadelstiche zu setzen. Das zeigt die Tatsache, dass man in beiden Spielen unter 30% Ballbesitz hatte und kaum eigene strukturierte Angriffe zustande bekommen hat.

Form: Keine Besserung in Sicht

Seit dem Hinspiel wurden lediglich zwei Spiele gespielt. Dass man in Manchester bei City nicht unbedingt etwas zählbares mitnehmen muss, dürfte jedem klar sein. Umso bitterer war das Spiel zu Hause gegen Brighton & Hove Albion. Trotz zwischenzeitlicher 3:1 Führung kam man nicht über ein 3:3 hinaus.

Somit ist man inzwischen seit fünf Spielen sieglos, der Trainerwechsel zeigte keinerlei Wirkung und man sitzt tief im Abstiegsstrudel fest.

Prognose

Die Hammers werden sich auch in Anfield am eigenen Strafraum einigeln. Eine Ballbesitzverteilung von 70:30 wäre nicht verwunderlich.

Aufpassen muss man vor allem auf das Tempo von Michail Antonio sowie auf Standards. West Ham hat zwar erst zwei Treffer per Kopf erzielt, allerdings werden wohl mit Sebastian Haller, Soucek, Issa Diop und Angelo Ogbonna vier Spieler über 1,90 Meter auf dem Feld stehen, dazu noch Declan Rice mit 1,85 Meter.

Defensiv dürften sie vor allem über die linke Seite verwundbar sein. Masuaku lässt die Defensivarbeit gerne einmal schleifen, dazu ist Cresswell gelernter Linksverteidiger noch nicht an die Laufwege in der Innenverteidigung gewöhnt.








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