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Photo credit: Clive Brunskill/Getty Images

Gegneranalyse: Watford FC

Analyse

  • Autor Lukas Heigl
    20 Monat(e) vor



Am Samstag geht es für den Liverpool FC an die Vicarage Road zum Watford FC. Die Hornets stecken bis zum Hals im Abstiegskampf. Dabei ist die Saison ein echtes Wellenbad der Gefühle. Die Analyse der Redmen Family:

Da sich am Kader und auf der Trainerposition im Vergleich zum Hinspiel nichts verändert hat, verweisen wir hierzu auf die Analyse aus der Hinrunde: https://www.redmenfamily.de/news/gegneranalyse-watford-fc

Taktik: Kompakte Mitte, schnelle Außen

Wie bereits in der Analyse der Hinrunde vermutet, setzt Nigel Pearson auf ein 4-2-3-1.

Hierbei ist vor allem erwähnenswert, dass mit Abdoulaye Doucoure ein gelernter defensiver Mittelfeldspieler die Position des zentral offensiven Spielers im Mittelfeld bekleidet. Das bringt dem Mittelfeld noch mehr Robustheit und Zweikampfstärke. Da Doucoure durchaus über einen feinen Fuß verfügt und auch nicht ganz untalentiert in Sachen Torerzielung ist (immerhin vier Saisontore), ergibt dies durchaus Sinn.

Dazu kommt, dass oftmals mit Will Hughes ein Spieler im defensiven Mittelfeld spielt, der durchaus auch auf dem Flügel spielen könnte. Dadurch ergibt sich auch oft, dass bei Ballgewinnen Doucoure mit absichert und dafür Hughes mit nach vorne geht. Damit erwischt Watford die Gegner immer wieder auf dem falschen Fuß und Hughes kann relativ unbedrängt agieren.

Die andere Option für den Part im defensiven Mittelfeld neben Etienne Capoue, der gesetzt ist, ist Nathaniel Chalobah. Dieser interpretiert die Rolle deutlich defensiver und könnte dadurch auch am Samstag den Vorzug erhalten, auch wenn er in den beiden letzten Spielen nur auf der Bank saß.

Offensiv sucht man vor allem Troy Deeney. Der bullige Mittelstürmer versteht es wie kaum ein anderer Spieler, Bälle festzumachen. Seine Lieblingsoption, nachdem er den Ball gesichert hat, ist Gerard Deulofeu. Der Spanier ist schnell, trickreich und hat einen guten Abschluss. Daher heißt es, vor allem auf ihn aufzupassen. Auch Ismaila Sarr ist ein sehr schneller Spieler, der Franzose war allerdings zu Beginn des Monats verletzt und hat daher wohl noch nicht wieder die Fitness für 90 Minuten.

Form: Das Formhoch war nur von kurzer Dauer

Der Trainerwechsel zeigte zunächst eine sehr gute Wirkung. Nachdem das erste Spiel unter Pearson, das Hinspiel in Liverpool, verloren ging, holte Watford aus den nächsten sechs Spielen 14 Punkte. Dabei schlug man unter anderem Manchester United und die Wolverhampton Wanderers, zwei Mannschaften, die sich durchaus Hoffnungen auf eine Champions-League-Teilnahme machen.

Genauso schnell wie der Höhenflug begann, endete er auch wieder. Aus den letzten vier Spielen holte man lediglich einen Punkt und präsentierte sich vor allem defensiv mit neun Gegentoren sehr wacklig.

Player to watch:

Bei den Schlüsselspielern verweisen wir ebenfalls auf die Analyse aus der Hinrunde, da dort die wichtigsten Spieler der Hornets bereits alle kurz behandelt wurden: https://www.redmenfamily.de/news/gegneranalyse-watford-fc

Prognose:

Watford strotzt nicht wirklich vor Selbstvertrauen. Das sollte man versuchen, früh auszunutzen. Vor allem bei Rückstand geht bei den Hornets nur noch wenig zusammen, da sie spielerisch nicht viele Lösungen anbieten können. So holten sie erst einen Punkt nach Rückstand.

Eine entscheidende Frage dürfte sein, wer bei Watford als Rechtsverteidiger auflaufen wird. Der etatmäßige Spieler auf dieser Position wäre Daryl Janmaat. Der Niederländer ist allerdings seit Ende November durch eine Knieverletzung außer Gefecht gesetzt. Sein eigentlicher Ersatz, Kiko Femenia, fiel die letzten sechs Spiele ebenfalls aus. Er könnte rechtzeitig für Samstag fit werden, allerdings würde ihm die Spielpraxis fehlen.

In dieser Zeit übernahmen mit Craig Dawson und Adrian Mariappa gelernte Innenverteidiger die Position des Rechtsverteidigers. Sollte das auch am Samstag der Fall sein, dürfte Sadio Mane leichtes Spiel haben.

Aufpassen muss man allerdings auch, das Stadion nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die Vicarage Road kann sich durchaus zu einem Hexenkessel entwickeln, wenn man es zulässt.








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