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Photo credit: Clive Brunskill/Getty Images

Gegneranalyse Aston Villa - Klappt es endlich auch gegen einen Großen?

Analyse

  • Autor Lukas Heigl
    7 Monat(e) vor



Am Dienstag reist der Liverpool FC im Nachholspiel des 33. Spieltags nach Birmingham zu Aston Villa. Die Gegneranalyse der Redmen Family:

Mitte November übernahm Liverpool-Legende Steven Gerrard (41) den Trainerposten bei Aston Villa. Wie zu erwarten war, passten die Villans im Winter ihren Kader entsprechend der in unserer Gegneranalyse zum Hinrundenspiel bereits beschriebenen Spielweise des neuen Coaches an.

Die Analyse der Hinrunde mit den Sommertransfers, Gerrards Werdegang sowie der Spielweise findet ihr hier!

Zwei starke ligainterne Verpflichtungen

Da im Sommer ein Transferplus von fast 30 Millionen Euro erwirtschaftet wurde, konnte Gerrard auf dem Transfermarkt im Januar im obersten Regal zugreifen. Es kamen gleich vier Spieler, zwei wurden geliehen und zwei fest verpflichtet. Der einzige Spieler, der Ablöse kostete, ist Lucas Digne (28). Der Linksverteidiger, der vor allem offensiv zu den besten der Liga gehört, war beim Everton FC nicht mehr glücklich und ging für 30 Millionen Euro nach Birmingham.

Er ist genau die Art Außenverteidiger, die Gerrard gerne hat, und erinnert mit seinen guten Flanken zumindest im Vorwärtsdrang stark an Andrew Robertson (28). Da sich vor allem der bisherige Ersatz-Innenverteidiger Kortney Hause (26) als nicht spielstark genug erwies, suchten die Villans auch auf dieser Position eine Alternative. Gefunden haben sie diese in Calum Chambers (27).

Der Engländer kam vom Arsenal FC, da sein Vertrag im Sommer 2022 ausgelaufen wäre, bestanden die Gunners nicht auf einer Ablösesumme. Stattdessen waren sie froh, das Gehalt von Chambers nicht weiter zahlen zu müssen. Aufgrund einiger Sperren und Verletzungen der Stammspieler Ezri Konsa (24) und Tyrone Mings (29) kam Chambers auch bereits zu sechs Startelfeinsätzen, der Transfer hat sich also definitiv bereits ausgezahlt.

Coutinho und ein Ersatztorwart

Der größte Name ist sicherlich der von Philippe Coutinho (29). Der Brasilianer ist also tatsächlich zurück auf der Insel. Nach seinem 135-Millionen-Euro-Transfer von Liverpool zum FC Barcelona lief es für Coutinho alles andere als gut. Zu oft bremsten ihn Verletzungen aus, dazu war er in seiner Spielweise Lionel Messi (34) einfach zu ähnlich, wodurch beide zusammen kaum spielbar waren.

Etwas überraschend war es dennoch, dass er nun in Birmingham gelandet ist. Schließlich war vor allem seine Leihstation vor zwei Jahren beim FC Bayern München durchaus erfolgreich (20 Torbeteiligungen in 38 Spielen, als Mannschaft das Triple gewonnen). Und folgerichtig schlug Coutinho bei Villa sofort ein. In seinem ersten Spiel gegen Manchester United (2:2) sorgte er nach seiner Einwechslung beim Stand von 0:2 mit einem Tor und einer Vorlage für den Punktgewinn.

Und auch danach war er zumeist der beste Offensivspieler der Villans. Vor allem sein Zusammenspiel mit Jacob Ramsey (20) klappte direkt perfekt. Für den kommenden Sommer hat Aston Villa eine Kaufoption über dem Vernehmen nach 40 Millionen Euro. Ob man diese bereit ist zu ziehen, wird sich zeigen, da Coutinho ja auch nicht mehr der jüngste ist.

Da der Spieler in Birmingham bleiben will, erscheint es als wahrscheinlich, dass mit Barcelona nochmals nachverhandelt wird, die Ablöse etwas gesenkt wird und Coutinho ab Sommer fester Bestandteil des Kaders sein wird. Der vierte Neuzugang ist Robin Olsen (32). Der Schwede fungiert als Ersatztorwart und wurde bis Saisonende von der AS Rom geliehen.

Nicht passende Spieler verliehen

Verlassen haben den Verein lediglich Spieler auf Leihbasis. Diese spielten allesamt keine Rolle in den Planungen von Gerrard oder es handelt sich um Talente, die Spielpraxis benötigen. Die beiden größten Namen sind sicherlich die von Linksverteidiger Matt Targett (26), der in der Hinrunde noch Stammspieler war und nun in Newcastle spielt, sowie der von Trezeguet (27). Den Ägypter zog es nach Istanbul zu Basaksehir.

Mit Anwar El Ghazi (26) verließ ein zweiter Flügelspieler den Verein, dieser ging zu Everton. Daran sieht man schon, dass Gerrards Spiel überhaupt nicht auf eine starke Flügelbesetzung ausgelegt ist. Vielmehr spielt Villa entweder im Tannenbaumsystem 4-3-2-1 mit zwei zentralen offensiven Mittelfeldspielern hinter der Spitze, oder aber im 4-3-1-2 mit zwei echten Stürmern. In beiden Systemen werden offensive Außenbahnspieler nicht benötigt.

Gegen die Big6 geht nichts

Unter Gerrard sind die Leistungen insgesamt durchaus überzeugend. In 23 Spielen wurden 33 Punkte eingefahren, was in diesem Zeitraum der neuntbeste Wert der Premier League ist. Also genau das, was die Besitzer von Villa sehen wollten als nächsten Entwicklungsschritt, nämlich dass man sich in der oberen Tabellenhälfte befindet.

Die Punkte werden dabei nahezu ausschließlich gegen Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte geholt, denen man individuell überlegen ist. In Spielen gegen Vereine ab Platz 9 hat Villa einen hervorragenden Punkteschnitt von 2,13. Gegen die Topteams hingegen geht gar nichts, in sechs Spielen gegen die Big6 gab es bisher nur einen Punkt, beim 2:2 gegen Manchester United in Coutinhos erstem Spiel. Und auch gegen die Europacup-Aspiranten West Ham und Wolverhampton setzte es Niederlagen. Hier muss Gerrard kommende Saison definitiv ansetzen.

Prognose

Auf den LFC wird ein schweres Spiel zukommen. Die Villans spielen unter Gerrard zu Hause vor ihren phantastischen Fans immer auf Sieg und mit hoher Leidenschaft. Man wird sich auf ein ähnliches Spiel einstellen müssen wie in der ersten Halbzeit in Villarreal. Worauf man außerdem achten muss sind die Standardsituationen. Unnötige Eckbälle sollten unter allen Umständen verhindert werden. Aston Villa steht bei starken elf Toren nach ruhenden Bällen.


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Aus dem Spiel ist vor allem wichtig, dass sich die Außenverteidiger von Liverpool nicht von den sehr zentral agierenden Flügelspielern ins Zentrum ziehen lassen, da sonst die Außenverteidiger Villas zu viel Platz bekommen. Durch die offensive Ausrichtung offenbaren die Außenverteidiger immer wieder Lücken hinter sich. Diese kann man definitiv ausnutzen. Dazu sind die Innenverteidiger und Mittelfeldspieler nicht gerade pressingresistent. Hier können die Reds sicherlich der ein oder andere hohe Ballgewinn forcieren.








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