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Gegneranalyse Arsenal FC - Liverpool trifft am dritten Spieltag der Premier League auf die Gunners in Anfield.
Photo credit: JUSTIN TALLIS/POOL/AFP via Getty Images

Gegneranalyse : Arsenal FC

Analyse

  • Autor Lukas Heigl
    1 Monat(e) vor



Arsenal FC: Doch noch ein Topteam? Am Montag empfängt der Liverpool FC den Arsenal FC. Das Team aus London scheint nach einigen mageren Jahren wieder auf dem Weg zu einem Spitzenteam zu sein.

Statt im Kampf um die Meisterschaft dabei zu sein, erreichten die Gunners in den letzten vier Jahren nicht ein einziges Mal die Champions League, nachdem man sich zuvor 20 mal in Folge für die Königsklasse qualifizieren konnte. Ein Umbruch musste also her.

Partey oder keine Party?

 

 

Der bisherige Sommer war relativ unspektakulär. Mit Gabriel Magalhāes wurde aus Lille ein neuer Innenverteidiger geholt, mit Willian ein Flügelspieler vom Chelsea FC. Dazu blieben in Persona Pablo Mari und Cedric Soares zwei Ersatzspieler für die Abwehr nach den jeweiligen Leihen dem Team erhalten. Runar Alex Runarsson soll den zu Aston Villa abgegebenen Emiliano Martinez als Ersatztorwart hinter Bernd Leno ersetzen. Außerdem kam William Saliba, ein sehr talentierter Innenverteidiger, den man bereits letzte Saison verpflichtet, aber noch ein Jahr nach Frankreich zurück verliehen hatte.

Abgesehen vom bereits angesprochenen Martinez gibt es bisher noch keine Abgänge von Spielern, die in der letzten Saison im Kader standen.

Da das Transferfenster erst in zwei Wochen schließt, dürfte durchaus noch der ein oder andere Transfer realisiert werden. Auf jeden Fall kommen soll noch mindestens ein zentraler Mittelfeldspieler. Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen Thomas Partey und Houssem Aouar. Während man bei Aouar offenbar noch nicht bereit ist, die Forderungen von Olympique Lyon von knapp 60 Millionen Euro zu erfüllen, müsste man bei Thomas wohl die Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro ziehen. Es darf bezweifelt werden, dass man diese Spieler ohne weitere Verkäufe verpflichten kann. Tauschangebote, die Lucas Torreira oder Matteo Guendouzi beinhalteten, sollen bereits abgelehnt worden sein.

Systemumstellung hilft (fast) jedem Spieler

 

 

Nach dem Restart in der letzten Saison stellte Trainer Mikel Arteta sein System um. Seither agieren die Gunners im 3-4-3.

David Luiz füllt die Rolle des zentralen Parts der Innenverteidigung deutlich besser aus als die eines Innenverteidigers in der Viererkette. Seine Spieleröffnung ist immer noch eine der besten der Welt, vor allem seine langen Bälle. Dazu kommt, dass er neben sich zwei weitere Innenverteidiger hat, die seine zu häufig vorkommenden Stellungsfehler ausbügeln können.

Auch den Außenverteidigern, die allesamt ihre Stärken eher in der Offensive haben, hilft das neue System extrem.

Im zentralen Mittelfeld benötigt man nur noch zwei Spieler, durch die Aussortierung von Torreira und Guendouzi stellt dies einen Vorteil dar. Die Flügelstürmer können sich durch die offensiven Außenverteidiger und die fehlenden offensiven Mittelfeldspieler deutlich zentraler aufhalten, ein Faktor, der vor allem Pierre-Emerick Aubameyang auf der linken Seite zu Gute kommt.

Aber nicht für jeden Spieler bedeutet die Systemumstellung Gutes: Mesut Özil spielt seit dem Restart überhaupt keine Rolle. Dies ist nicht verwunderlich, gibt es die Position des deutschen Kreativspielers in dem System schlicht nicht. Für das zentrale Mittelfeld ist er nicht zweikampfstark genug und für den Flügel fehlt ihm das Tempo.

Mikel Arteta - Guardiola's Schüler

 

 

Bereits 2018 wollte man Mikel Arteta als Nachfolger von Arsene Wenger holen. Damals wollte er jedoch lieber bei Manchester City bleiben, als Assistent von Pep Guardiola. Unter dem Spanier arbeitete Arteta insgesamt dreieinhalb Jahre.

Warum man ihn holte, liegt neben seiner Arbeit mit Guardiola auch daran, dass er während seiner aktiven Zeit fünf Jahre bei Arsenal spielte. In dieser Zeit konnte er zwei Mal den FA Cup und zwei man den Community Shield gewinnen.

Gegen Topteams unschlagbar?

Mit zwei Siegen ist man in die Saison gestartet. Wie viel diese wert sind, wird sich erst noch herausstellen müssen. Denn beide Gegner, Fulham FC und West Ham United, stehen noch ohne Punkt da und werden wohl die ganze Saison gegen den Abstieg kämpfen müssen.

War das Spiel bei Fulham noch mehr als überzeugend, kam gegen die Hammers durchaus Ernüchterung auf. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Gäste das bessere Team, der Sieg war sehr glücklich.

 

 

Gegen Spitzenmannschaften scheint Arsenal allerdings seit einiger Zeit unschlagbar zu sein. Seit Restart konnte man zweimal gegen Liverpool gewinnen, dazu bezwang man im FA-Cup sowohl Manchester City als auch Chelsea FC und sicherte sich somit den Pokalsieg und die damit einhergehende Qualifikation für die Europa League.

Gabriel Magalhāes: Der neue Abwehrchef

Der Brasilianer, der im Sommer aus Lille kam, konnte direkt überzeugen. In seinem ersten Spiel brachte er 95 % seiner 107 Pässe an den Mitspieler, eroberte fünf Bälle zurück, gewann alle seine Zweikämpfe und schoss dazu noch das wichtige zweite Tor kurz nach der Halbzeit.

Man kann Gabriel durchaus als Spätstarter bezeichnen. Er kam zwar bereits mit 19 Jahren aus Brasilien nach Frankreich, jedoch bekam er seine ersten Einsätze bei LOSC Lille erst in der Saison 2018/19, nachdem er zuvor zwei Jahre verliehen war und unter anderem eine Saison in der zweiten kroatischen Liga verbracht hatte.

In nur 38 Spielen entwickelte er sich zu einem der besten Innenverteidiger der französischen Liga. Nicht ohne Grund konnte Lille mit ihm als Stammspieler zweimal die internationalen Plätze erreichen, im ersten Jahr sogar durch die Vizemeisterschaft die Champions League.

 

 

Gabriel ist schnell, robust im Zweikampf, kopfballstark und auch spielerisch gut. Er hat kaum Schwächen. Wenn seine Akklimatisierung an die Premier League weiterhin so gut funktioniert, könnte er auch hier schnell einer der besten Innenverteidiger und mit nicht einmal 30 Millionen Euro ein echtes Schnäppchen werden.

Prognose:

Arsenal hat sich zu einem Team entwickelt, dass es sehr gut versteht, dem Gegner wenig Räume zu geben und selbst nach Ballgewinnen stark umzuschalten. Die zentralen Mittelfeldspieler sind hierbei eher defensiv wichtig, offensiv geht es vor allem über die offensiven Flügelverteidiger. Daher muss man einfache Ballverluste tunlichst vermeiden, auch sollte immer genügend Absicherung vorhanden sein.

Offensiv klappt die Feinabstimmung zwischen den Flügelverteidigern und den äußeren Innenverteidigern noch recht häufig nicht. Hier gilt es vor allem für Mohamed Salah und Sadio Mane, die Lücken zu erkennen und auszunutzen. Auch aus dem Mittelfeld heraus dürften sich immer wieder Lücken auftun, da man in diesem Bereich des Spielfeldes einen Mann mehr hat als die Gunners.








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