Next
STATS
Liverpool FC Transfer Centre



 
Fabinho, Sadio Mane und Jordan Henderson vor einem Premier League Spiel gegen Crystal Palace
Photo credit: Photo by Clive Rose/Getty Images

Bisherige Top-Performer der Reds: Fabinho, Henderson und Mané

Analyse

  • Autor Marvin Schulz
    7 Monat(e) vor



Platz 4 nach 23 Spielen - der Liverpool FC steht in der Premier League 2020/21 ordentlich da. Maßgeblich dazu beitragend: Fabinho, Henderson & Mané.

Der Liverpool FC spielt bisher eine ordentliche Premier League Saison 2020/21. Wenngleich man den Leistungen der beiden Vorjahre hinterherhinkt, rangieren die Reds nach 23 Spielen trotz einer schwerwiegenden Verletzungsmisere insbesondere in der Defensive auf dem 4. Platz. So kommt es nicht überraschend, dass in der Zwischenbilanz der bisherigen Leistungen einzelner Reds-Akteure vorallem die eingesprungenen Defensivvertreter unter den Top-Performern zu finden sind. Die Redmen Family schaut sich die starken Noten von Fabinho, Jordan Henderson und Sadio Mané genauer an.

Fabinho als Chef-Einspringer

Als Chef-Abräumer vor der Viererkette in die Saison gestartet fand sich Fabinho nach wenigen Spieltagen als Chef-Abräumer in der Viererkette wieder. Durch die schwerwiegenden Verletzungen von Virgil van Dijk und Joe Gomez sowie die vielen kleineren Blessuren von Joel Matip, musste der Brasilianer spontan zum Stamm-Innenverteidiger umgeschult werden. Das konstant hohe Niveau, was er auf dieser Position im Anschluss abrief, machen ihn zweifelsfrei zum besten Liverpool-Akteur der laufenden Saison. Der 27-Jährige füllte die Rolle nicht nur irgendwie als Vertreter der oben genannten Verletzten aus, sondern brachte insbesondere seine eigenen Stärken, die er bereits in den vergangenen Spielzeiten eine Reihe weiter vorne bewies, ein. So glänzte er neben antizipativem Stellungsspiel, dass seine teilweise fehlende Geschwindigkeit mehr als wett machte, mit einer mitdenkenden Spieleröffnung und starker Zweikampfführung.

 

 

Die Schlüsselrolle, die er in der laufenden Saison im Team von Jürgen Klopp einnimmt, zeigt sich nicht nur durch die überragenden durchschnittliche Bewertung von 7,5 bei bisher 24 Einsätzen, sondern vorallem durch die fünf Man of the Match-Awards, die er bisher schon einsammeln konnte. Es ist mit Sicherheit keine Übertreibung zu sagen, dass die Saison ohne Fabinho deutlich anders verlaufen wäre.

Jordan Henderson

Der Skipper machte eine ähnliche Transformation durch wie Fabinho, wenngleich er nicht so häufig in der Innenverteidigung einspringen musste. Doch genau dort liegt erneut der große Wert, den Jordan Henderson fürs Team hat – die Fähigkeit, auf unterschiedlichen Positionen konstant die Leistung zu bringen, die dort gefordert wird. So lief der Engländer in dieser Saison neben seinen Einsätzen in der Innenverteidigung bereits auf der Sechs, auf der Acht und kurzzeitig sogar als Außenverteidiger auf. Überall war auf seine Qualitäten Verlass. Die bisherige Saisondurchschnittsnote von 7,2 bei 25 Einsätzen und zwei MOTM-Awards sprechen Bände.

 

 

Ein weiterer Faktor, den wir im vergangenen Jahr ob leerer Ränge noch intensiver genießen "mussten" oder "durften" und der den 30-Jährigen zu einem Top-Performer der bisherigen Spielzeit macht, ist seine unglaubliche stimmliche Präsenz auf dem Feld. Neben taktischen Anweisungen konnte er so insbesondere den jungen Ersatz-Innenverteidigern Nathaniel Phillips und Rhys Williams moralisch Halt und Sicherheit geben. Es lässt sich festhalten: Die Journalisten der Football Writers‘ Association bewiesen ihre fachliche Qualität, als die Henderson im Sommer 2020 zum besten Spieler der Vorsaison wählten. Macht der Skipper so weiter, könnte er auch in diesem Jahr wieder Teil der Kandidatenrunde sein.

Sadio Mané als Alleinunterhalter

Ohne Frage – die Offensive der Reds, die jahrelang stetiger Bestandteil der Albträume europäischer Defensivspieler war, konnte in der laufenden Saison noch nicht an dieses Leistungsniveau anknüpfen. Tatsächlich sind die Hinrunden-Noten der Front Three die niedrigsten ihrer bisherigen Liverpool Karrieren.

 

 

Rein aus dieser Perspektive dürfte kein Offensivspieler zu den Top-Performern der bisherigen Saison zählen, da Spieler wie Alisson, Joel Matip oder Andy Robertson bessere Saisondurchschnittswerte aufweisen. Warum haben wir Sadio Mane mit einer Durchschnittsnote von 7,1 also doch mit in diesen Kreis aufgenommen? Der Schlüssel liegt in seinem Wert für das Team. Und zwar gerade in Zeiten, in denen seine kongenialen Partner Roberto Firmino und Mohamed Salah noch auf der Suche nach einer Form sind, in der sie die Angriffsreihe alleine mitziehen können. Das tat Sadio Mane nämlich trotz eines offenkundig stockenden Offensivmotors noch in beeindruckender Regelmäßigkeit. So erzielte er beispielsweise beide Treffer beim 2:0-Sieg im frühen Spitzenspiel gegen den Chelsea FC. Die viermalige Auszeichnung zum Spieler des Spiels, die meisten nach Fabinho, sind Zeugnis dessen.

 

 

Es wird interessant zu sehen sein, ob der Senegalese in der zweiten Saisonhälfte von der Rückkehr Thiagos, der nahezu die komplette Hinrunde verletztungsbedingt passen musste, profitieren kann. Dessen kreative Ideen und Bälle hinter die Kette könnten insbesondere gegen tief stehende Gegner ein Schlüssel zum Erfolg und zum Formanstieg der Front Three sein. Auch Mané wird sich zeitnah wieder steigern müssen, denn seine Form der letzten fünf Spiele liegt deutlich unter seinem Saisondurchschnitt. Zudem wird Diogo Jota, der einen beeindruckenden Start bei den Reds hingelegt hatte, nach seiner Verletzungspause wieder ins Team drängen.








TAGS
  spielerbewertung   jordan henderson   fabinho   sadio mane  


Weitere News