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Die Fans des Liverpool FC werden ab kommender Saison im Vorstand vertreten sein.
Photo credit: Cesare Purini via Imago

Ein Sieg für die Fans: Liverpool führt Fanvertretung im Vorstand ein

Fanszene

  • Autor Richard Köppe
    1 Monat(e) vor



Ab der kommenden Saison werden die Fans des Liverpool FC einen Vertreter im Aufsichtsrat des Vereins besitzen.

Der Vorstand des Liverpool FC hat sich zusammen mit Vertretern der Fanvereinigung Spirit of Shankly darauf geeinigt, dass ab der kommenden Saison Fans eine Stimme im Aufsichtsrat des Vereins haben werden. Diese wird sich regelmäßig mit der Führungsriege des Vereins treffen und wird zu den Aufsichtsratssitzungen, die Fanthemen beinhalten eingeladen.

Dies ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen der Vereinsführung, der Fenway Sports Group, und der Fanvereinigung Spirit of Shankly. Zustande kamen die Gespräche, nachdem die Vereinsführung eigenständig entschlossen hatte, dass Liverpool zusammen mit elf anderen Vereinen eine Super League gründen sollte. Diese sollte als Konkurrenzliga zu den UEFA-Wettbewerben dienen. Nach heftigem Protest von Fans, Spielern und den Medien zog der Liverpool FC sein Vorhaben zurück und setzte sich mit Spirit of Shankly an einem Tisch, um einen zukünftigen Konflikt der Interessen zu vermeiden.

Fanvertretung wird in der Vereinssatzung verankert

Das Ergebnis ist die vom Spirit of Shankly gewünschte Fanvertretung im Vorstand. In einem Vereinsstatement heißt es: "Dieser Konsultationsprozess wird in der Satzung des Clubs verankert, und es wird ein rechtsverbindliches Memorandum der Verständlichkeit zwischen dem Verein und dem offiziellen Liverpool Supporters Trust geschlossen, um sicherzustellen, dass die Fans über einen strukturierten Dialog Beiträge zu Fanfragen leisten." Durch das Eintragen in der Satzung bleibt der Fanvorstand auch bestehen, wenn sich die Eigentümer des Liverpool FC ändern sollten.

Joe Blott, seines Zeichens Vorsitzender der Fanvereinigung Spirit of Shankly, zeigt sich zufrieden mit der getroffenen Einigung. "Nach den Diskussionen der letzten Wochen glauben wir, dass dies ein einzigartiges Geschäft ist, und empfehlen dessen Annahme. Wir sehen dies als Chance, die Zukunft unseres Vereins mitzugestalten und uns an die Spitze des Wandels des Fußballs im Allgemeinen zu bringen", sagte Blott. Er werde sich nun mit den Mitgliedern des Spirit of Shankly zusammensetzen und über diese Entscheidung abstimmen. Die Fanvertreter werden von den Mitgliedern des Spirit of Shankly für eine Amtszeit von zwei Jahren demokratisch gewählt.

FSG kommt für Super League-Kosten auf

Des Weiteren hat der Liverpool FC einen weiteren Wunsch von Spirit of Shankly erfüllt. Die Fenway Sports Group wird sämtliche Kosten, die durch die Teilnahme und den Rückzug aus der Super League entstanden sind aus eigener Tasche zahlen. Die Vereinskassen werden nicht davon belastet. Die Besitzer des Arsenal FC, die Kroenke-Familie, hat einige Wochen zuvor ein ähnliches Versprechen abgegeben. Somit macht FSG deutlich, dass sie für ihre fehlerhafte Entscheidung selber aufkommen und nicht den Verein damit belasten.

 








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  european super league   fenway sports group   spirit of shankly  


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