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Photo credit: Lars Baron / Getty Images

Dortmund versuchte Jürgen Klopp zurückzuholen

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  • Autor Marvin Schulz
    5 Monat(e) vor



Borussia Dortmund schaffte es nach dem Abschied von Jürgen Klopp 2015 nie wirklich, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Aus dem bald erscheinenden Buch von BVB-Geschäftsführer Joachim Watzke geht nun hervor, dass man im Mai 2018 versuchte, den aktuellen Welttrainer zurück ins Westfalenstadion zu lotsen.

Jürgen Klopp hat dem Liverpool FC seit seinem Amtsantritt im Oktober 2015 ohne Frage neues Leben eingehaucht. Seine Erfolge wurden erst kürzlich anlässlich seines vierjährigen Jubiläums an der Anfield Road ausgiebig beleuchtet. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Erfolgsgeschichte - den Gewinn der Champions League im Juni diesen Jahres - hätte es aber nicht gegeben, wenn Klopp den Avancen seines ehemaligen Arbeitgebers im Mai 2018 erlegen wäre.

Klopp denkt an Scherz

Im besagten Monat klingelte nämlich das Telefon des Deutschen und am anderen Ende der Leitung meldete sich Joachim Watzke, der dem Boss ein Angebot zur Rückkehr an alte Wirkungsstätte machte. Gegenüber der Daily Mail bestätigte Klopp diese Information, die aus dem am 14. Oktober erscheinenden Buch Watzkes 'Echte Liebe: Ein Leben mit dem BVB' hervorgeht und der Bild-Zeitung vorliegt. ''Irgendwann (...) klingelte mein Telefon, als ich im Flieger saß. Aki war dran: ,Jürgen, du musst zurückkommen.‘ Ich habe gelacht. Ich dachte, er macht einen Scherz. ,Bist du doof, hast du getrunken? Wie kommst du denn auf die Idee? Ich habe doch noch ein paar Jahre Vertrag in Liverpool.‘ Ich weiß nicht, wie ernst das in dem Moment von ihm gemeint war, aber da habe ich schon gemerkt, dass er sich von mir eine größere Bereitschaft gewünscht hätte, darauf einzugehen.''

Der Verantwortliche des BVB gibt in dem Zuge aber direkt zu, dass er seine Aussichten realistisch einzuschätzen wusste. ''Ich wusste, dass Jürgen absagen würde, dass er seinen Vertrag in Liverpool erfüllen wird. Jürgen hat seine Verträge immer erfüllt. So ist er. Aber wenn man neue Wege gehen will, und wir mussten an diesem Punkt einen neuen Weg beim BVB einschlagen, dann musste ich Jürgen wenigstens fragen, ob er sich das womöglich doch vorstellen kann. Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, aber ich hätte mir nicht verziehen, ihn in diesem Moment nicht wenigstens gefragt zu haben.'' Nachvollziehbar, denn die Euphorie, die Jürgen Klopp an der Merseyside auslöste, entfachte er in ähnlicher Weise auch in Dortmund. So verbrachte er dort sieben Jahre, in denen er neben zwei Meisterschaften auch den DFB-Pokal an den Borsigplatz holte.

Vertrag bis Juni 2022 an der Anfield Road

Letztlich dürfte Jürgen Klopp nie ernsthaft über das Angebot seiner alten Liebe nachgedacht haben, betonte er doch stets, dass er mit dem Liverpool FC Großes vor habe und Titel gewinnen wolle. Auch den Anhängern der Reds wird die Entscheidung gefallen haben, folgte doch ziemlich genau ein Jahr später das Highlight mit dem Gewinn der Königklasse in Madrid. Das vorläufige Highlight wohlgemerkt, denn wenn man den Worten von Joachim Watzke Glauben schenkt, bleiben den Liverpool-Fans noch mindestens drei Jahre (Vertrag bis Juni 2022) mit ihrem Welttrainer.





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