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Photo credit: Catherine Ivill/Getty Images

Dinge müssen sich ändern - Klopp verteidigt FA Cup-Entscheidung

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  • Autor Richard Köppe
    4 Monat(e) vor



Klopps Entscheidung im Rückspiel gegen Shrewsbury Town die U23 spielen zu lassen stieß auf heftige Kritik. Liverpools Trainer äußerte sich erneut zu dieser Entscheidung und plädiert darauf, das Wohl der Spieler ernst zu nehmen.

Nach dem überraschenden 2:2 am Sonntag gegen Shrewsbury Town muss der Liverpool FC aufgrund der Regularien des FA Cups ein Rückspiel zuhause in Anfield absolvieren. Dieses wird aller Voraussicht nach in der von der Premier League angesetzten Winterpause zwischen dem 2.-15. Februar terminiert.

Jürgen Klopp machte im Kabinentrakt in Shrewsbury bereits klar, dass er und die erste Mannschaft die Pause respektieren werden und nicht gegen die Shrews antreten werden. Stattdessen soll die U23 unter der Leitung von Neil Critchley, wie schon im Dezember im Carabao Cup gegen Aston Villa, gegen den Drittligisten auflaufen.

"Warum sollte unsere U23 das nicht schaffen?" - Klopp

In der Pressekonferenz vor dem Premier League-Spiel gegen West Ham United wurde Klopp zu seiner Entscheidung befragt und der Trainer des Liverpool FC ging nochmal auf die Situation des Champions League-Siegers im FA Cup ein. Dabei zeigte er zuerst Mitgefühl mit Shrewsbury Town: "Es tut mir ein bisschen Leid für Shrewsbury, denn nach dem Spiel sprachen alle über das, was ich gesagt habe, und nicht über die großartige Leistung von ihnen", erzählte Klopp.

Danach ging er auf seine Entscheidung, die U23 spielen zu lassen, ein: " [...] Wir sind eine Premier League-Mannschaft, Shrewsbury ist eine League One-Mannschaft. Sie haben aus verschiedenen Gründen ein Unentschieden aus diesem Spiel geholt. Warum sollte unsere U23 das nicht schaffen? Es ist also nicht so, dass wir aufgegeben haben oder so. Ich muss ebenfalls Entscheidungen treffen. Es ist nicht so, dass ich populäre Entscheidungen treffen möchte, ich muss Entscheidungen basierend auf der Situation treffen, in der wir uns befinden."

Klopps brennender Appell an die FA nach Veränderung

Die Situation des Liverpool FC ist momentan folgende: Die Reds spielen am 1. Februar zuhause gegen den Southampton FC in der Premier League und würden danach ihre zweiwöchige Pause antreten, die mit dem Auswärtsspiel bei Norwich City am 15. Februar endet. Da Liverpool am 18. Februar in der Champions League bei Atletico Madrid antreten muss, kann das FA Cup-Rückspiel bloß in dieser Pause angesetzt werden, welche Klopp respektieren möchte.

"Ich bin kein Revolutionär, der der ganzen Welt zeigen will, wie stark ich sein kann", sprach Klopp weiter. "Wenn die Leute denken, nur weil ich nicht anwesend bin, dann bin ich faul, das kann ich nicht ändern. Wenn sie mich so nennen, wie sie mich nennen wollen, kann ich das nicht ändern und ich interessiere mich nicht dafür."

"Die einzige Verantwortung, die ich fühle, ist gegenüber meinen Spielern und, um ehrlich zu sein, auch gegenüber allen Spielern. Wenn wir so reagieren, wie wir immer reagieren - 'Okay, wir müssen es tun, wir müssen es irgendwie sortieren' - wird sich nichts ändern und ich denke, alle Menschen im Fußball sind sich einig, dass sich die Dinge ändern müssen und wir darüber sprechen müssen."

Mangelnde Absprache mit Vereinen Grund für das Fiasko

Bereits in vergangen Interviews hat sich Klopp vehement gegen die Einführung von weiteren Pflichtspielen, sei es in der Champions League oder der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, gesetzt. Der Liverpool-Trainer warf anschließend den Verantwortlichen der Verbände, allen voran der FA, schlechte Organisation und mangelnde Absprache mit den Vereinen vor.

"Wie ist sowas möglich? Ich bin mir nicht sicher, wer bei den Diskussionen dabei war. Ich weiß, dass die FA jeden Verein befragt hat, aber keine Sportler waren zu den Gesprächen da. Kein Manager oder Sportdirektor. Das ist es, was wir brauchen. Das ist es was sich ändern muss, sonst befinden wir uns weiterhin in derselben Situation."

Critchley genießt vollstes Vertrauen von Klopp

Zum Schluss seiner Rede begründete Klopp seine Entscheidung, dass an seiner statt U23-Trainer Neil Critchley das Team gegen Shrewsbury betreuen wird. Der Deutsche findet, dass die Jugendspieler eher Critchley statt ihm an der Seitenlinie brauchen: "Ich kann nicht tun, was alle Leute da draußen wollen. Könnte ich für das Spiel hier sein? Natürlich könnte ich, aber das ist ein völliges Missverständnis von Management und Coaching."

"[...] Sie brauchen ihren Trainer und das ist Critch. Sie brauchen ihren Trainer, sie bekommen ihren Trainer und das ist Critch. Sie haben all unsere Unterstützung und wir versuchen alles als Verein, um dieses Spiel zu gewinnen."

[...] Critchley hat sich wirklich sehr gut gegen Aston Villa geschlagen. Vergessen wir mal die Gegentore. Das Spiel war außergewöhnlich und mit einer ähnlichen Leistung haben die Jungs eine Chance gegen Shrewsbury, 100%. Die Jungs haben eine Chance und ich hoffe, dass sie es schaffen."

Zum Abschluss holte Klopp noch einmal gegen die FA aus mit dem Wunsch, das sich etwas in der Organisation und Ansetzung der Profispiele ändern muss: "Ich habe keine Ahnung [ob der FA irgendetwas ändern wird]. Ich habe gesagt, was ich gesagt habe, und andere Leute werden Erklärungen dafür finden. Alle Beteiligten müssen anders denken und wir alle müssen die Dinge auf andere Weise diskutieren."

 





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