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Photo credit: Andrew Powell / Liverpool FC via Getty Images

Corona-Chaos in England: Quo vadis, Premier League?

Blog / Kolumne

  • Autor Sven Ziegler
    15 Monat(e) vor



Das Corona-Virus hat den Fußball fest im Griff. Ausser die Premier League. Das muss sich am Freitag ändern, meint Redmen-Family-Autor Sven Ziegler.

Die Welt steht im Banne von Covid-19. Rasend schnell breitet sich das neuartige Corona-Virus auf der Welt aus, zwingt ganze Nationen in die Knie. Das Virus macht auch vor dem Sport nicht Halt. In ganz Europa werden Meisterschaften abgesagt, Spiele vertagt oder unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. 

Ganz Europa? Nein, die Premier League weigert sich, mit den anderen Ligen gleichzuziehen. Ein Unterbruch oder gar Abbruch der Meisterschaft? Geisterspiele? Nicht in der höchsten englischen Spielklasse. Noch am Donnerstag sind sich sämtliche Sportjournalisten auf der Insel einig: Die Liga wird ihre Partien am Wochenende als Geisterspiele austragen. 

Passiert ist: Nichts. In einem (mittlerweile gelöschten) Statement gibt die Liga kurz vor 22 Uhr deutscher Zeit bekannt, dass sämtliche Partien am Wochenende wie geplant über die Bühne gehen. Mit Zuschauern. Keine Reaktion auf den sich stetig ausbreitenden Virus. Stattdessen appelliert die Liga an die Selbstverantwortung der Besucher. 

Hinter den Kulissen laufen die Drähte heiss. Viele Klubs können die Entscheidung nicht nachvollziehen. Und auch die Journalisten, Fans und selbst Spieler reagieren mit Unverständnis. Wie kann die schillerndste Fussball-Liga der Welt so blind sein und die Gesundheit der Matchbesucher gefährden?

Um kurz vor Mitternacht platzt die Bombe

Um kurz vor Mitternacht erledigen sich die Diskussionen allerdings wie von selbst. In einer Stellungnahme hinter dem einfachen Titel «Covid-19» lässt Arsenal die Bombe platzen. Cheftrainer Mikel Arteta ist positiv getestet. Das Trainingszentrum wird geschlossen, die erste Mannschaft mehr oder weniger vollständig isoliert. 

Nur Minuten später veröffentlicht die Liga ein neues Statement. Am Freitagmorgen wird notfallmässig ein Meeting mit den Vereinen durchgeführt. Thema: Die kommenden Spiele in der Premier League. 

Dass das englische Oberhaus innert Stunden von einer Ankündigung zur nächsten schwankt, zeigt: Das Virus ist unberechenbar. Und es kann jeden treffen. Jederzeit. Davor ist auch die Premier League nicht geschützt. 

Offenbar hielten die Liga-Bosse «ihre» Premier League für unverwundbar. Die Liga, die jährlich Milliarden umsetzt und auf der ganzen Welt von hunderten Millionen verfolgt wird, darf nicht einfach von einem Virus gestoppt werden. Die Liga-Bosse machen weiter, wie wenn nichts wäre.  Das ist nicht nur verantwortungslos, sondern in der aktuellen Situation auch hochgefährlich. 

Es gibt nur eine Lösung

Nun ist mit Arsenal eine ganzer Klub betroffen. Ein Klub, der jährlich hunderte Millionen umsetzt und auf der ganzen Welt verfolgt wird. Für die Premier-League-Bosse ein Stich ins Herz. Und gleichzeitig ein Stromstoss, der nun auch hoffentlich den allerletzten Entscheidungsträger geweckt hat. 

Für die Premier League gibt es nun nur noch eine Lösung: Am Freitagmorgen muss der Ligabetrieb unterbrochen werden. Nicht nur wegen Arsenal. Sondern auch wegen der Fans, die ansonsten zu Tausenden ins Stadion strömen. Und damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Umfeld gefährden. 

Die Premier League, sie ist am Donnerstagabend vom richtigen Weg abgekommen, hat sich blind gestellt. Stunden später wird sie zum Umdenken gezwungen. Und muss nun eine Entscheidung fällen, die angesichts der aktuellen Situation die einzig richtige Lösung ist.

Alles andere wäre einfach nur dumm. 








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