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Photo credit: Glyn Kirk/AFP via Getty Images

Chelsea-Trainer Lampard kritisiert Klopps Transferaussagen

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  • Autor Richard Köppe
    12 Tage vor



Chelsea-Trainer Frank Lampard reagierte auf Jürgen Klopps Transferkritik und behauptet, Liverpool musste auch viel Geld für ihren Kader ausgeben.

Am Freitag sagte Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz über das überschaubare Sommer-Transferfenster der Reds, dass Liverpool anders ist als "die Klubs die im Besitz von Ländern und Oligarchen sind."

Obwohl Klopp keine Namen nannte, war es deutlich, dass er damit Klubs wie Manchester City, Paris Saint-Germain oder aber auch den Chelsea FC meint. Die Blues haben in diesem Sommer mehr als 200 Millionen Pfund Ablöse für Spieler wie Timo Werner, Kai Havertz oder Hakim Ziyech gezahlt. Deren Trainer Frank Lampard stellte sich auf der Pressekonferenz vor Chelseas Auftaktspiel gegen Klopps Aussagen und behauptet, dass Liverpool selber viel Geld ausgeben musste, um ihren erfolgreichen Kader zusammenzustellen.

"Ich würde sagen, ich war weniger genervt davon [von Klopps Aussagen d.R.], als amüsiert", so Lampard. "Denn ich denke, wenn du über die Besitzer der Vereine redest, spielt es keine Rolle aus welchem Wirtschaftszweig sie kommen, wir reden über wirklich wohlhabende Besitzer von Vereinen in der Premier League."

Hohe Ausgaben als Basis für Liverpools Erfolg

"Ich denke Liverpools Geschichte - und ich habe Liverpools Geschichte letztes Jahr oft erwähnt - ist eine fantastische Geschichte eines Klubs der in den viereinhalb bis fünf Jahren, in denen Jürgen Klopp da war, den Erwerb neuer Spieler auf ein wirklich hohes Niveau zu bringen."

"Und die Realität ist wahrscheinlich, mit Ausnahme von Leicester, welches eine unglaubliche Geschichte ist, dass die meisten Klubs, die heutzutage die Premier League gewonnen haben, gut rekrutiert haben und das auf einem Geldniveau."

"Du kannst durch die Liverpool-Spieler durchgehen: Van Dijk, Alisson, Fabinho, Keïta, Mané, Salah - alles unglaubliche Spieler, die zu einem hohen Preis gekommen sind. Also hat Liverpool es getan und sie haben es eine bestimmte Zeit lang gemacht. Wir sind von einem Transferbann gekommen und wahrscheinlich haben wir versucht die Situation selber anzugehen, um uns zu verbessern."

Lampard verteidigt Chelseas Einkaufspolitik

"Ich denke, das ist selbstverständlich, und ich denke, wir alle wissen, dass es keinen Sinn ergibt, zu viel zu rechnen, weil ich denke, wir wissen, dass Liverpool auf hohem Niveau ausgegeben hat. Wir wissen, dass sie einen unglaublichen Trainer haben, wir wissen sie haben unglaubliche Spieler."

"Und das wirklich Schlaue, was Liverpool meiner Meinung getan hat, ist, an ihren Trainer und an ihrem System über mehrere Jahre zu glauben. Am Ende ist es eine tolle Geschichte, aber eine, in der Geld für Spieler ausgegeben wurde. Diesen Sommer haben wir Geld für Spieler und jetzt muss die harte Arbeit erledigt werden."

Die Aussagen Lampards verleihen dem Duell der beiden Klubs am Sonntag in der Premier League noch eine zusätzliche Prise Brisanz. Zwar hat Lampard mit seinen Aussagen recht, dass Liverpool für Spieler wie Salah, Van Dijk, Alisson und Co. hohe Transfersummen zahlen musste, jedoch wurden diese meist durch den Verkauf einiger Spieler wie z.B. Philippe Coutinho finanziert.

Fans des Liverpool FC, und Klopp vermutlich auch, werden garantiert klarstellen, dass Liverpools Besitzer, die Fenway Sports Group, zwar große Summen Geld besitzen, gleichzeitig aber versuchen vernünftig zu wirtschaften und nicht, anders als Chelsea-Besitzer Roman Abramovich, Geld als reine Finanzspritze in den Verein zu stecken. Ob Lampard bei dieser Argumentation seine Meinung ändern würde, darf infrage gestellt werden.

 





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