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Jürgen Klopp vom Liverpool FC und Carlo Ancelotti vom Everton FC
Photo credit: Nathan Stirk/Getty Images

Ancelotti: Klopp hielt Atletico-Spiel für ein Verbrechen

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  • Autor Richard Köppe
    7 Monat(e) vor



In einem persönlichen Gespräch gestand Jürgen Klopp seinem Kollegen Carlo Ancelotti, dass das Rückspiel gegen Atletico Madrid niemals mit Zuschauern hätte stattfinden sollen.

Bevor der Coronavirus europaweit den Fußballbetrieb einstellte, empfing Liverpool am 11. März Atletico Madrid in der Champions League. Doch schon zu diesem Zeitpunkt war Spanien, vor allem die Hauptstadt Madrid, einer der Infektions-Hotspots des hoch ansteckenden COVID-19-Virus. Trotzdem verhing die englische Regierung kein Einreiseverbot. So reisten mehrere tausend spanische Fans an die Merseyside, um Atletico bei ihrem 3:2-Sieg nach Verlängerung anzufeuern.

Im Corriere dello Sport erzählte nun Everton-Trainer Carlo Ancelotti über Jürgen Klopps Ärger. Laut dem deutschen Trainer hätte das Spiel nicht ohne Einschränkungen über die Bühne gehen sollen. "Er sagte mir, dass es eine Verbrechen sei, das Spiel unter diesen Bedingungen zu spielen. Ich denke, er hatte Recht", sagte Ancelotti. Kurz darauf wurde der Spielbetrieb in fast allen Ligen eingestellt und wird erst frühestens Ende April/Anfang Mai wieder aufgenommen.

Für Ancelotti, dessen Everton-Team momentan auf dem zwölften Tabellenplatz der Premier League steht, gibt es jetzt aber wichtigere Angelegenheiten, als schnellstmöglich wieder Fußball zu spielen: „Momentan muss unsere Gesundheit Priorität haben, die Ansteckungsgefahr muss reduziert werden. Wann die Liga wieder anfängt, oder wann sie fertig gespielt wird ... glaub mir, es ist mir egal. Im Moment ist es das Letzte, woran ich denke", zeigte sich Ancelotti offen.

„Ich höre Gerüchte über Lohnkürzungen und Zahlungsausfälle. Das scheinen unpassende Lösungen zu sein. Bald wird sich die Wirtschaft verändern, und das auf allen Ebenen: Die TV-Rechte werden weniger Geld abwerfen, Spieler und Trainer werden weniger verdienen, Tickets werden weniger kosten, weil die Leute weniger Geld haben werden. Ich wiederhole, jetzt geht es darum, das Virus effektiv zu bekämpfen. Danach natürlich, wenn es möglich sein wird, die Saison fortzusetzen… sonst Amen."




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