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Sadio Mane, Roberto Firmino und Mohamed Salah vom Liverpool FC beim Torjubel während eines Premier League-Spiels.
Photo credit: Geoff Caddick/AFP via Getty Images

Analyse | Liverpools Offensive im Saisoncheck

Analyse

  • Autor Marvin Schulz
    4 Monat(e) vor



Der Liverpool FC und die Premier League kehren zurück. Der dritte Teil der Serie analysiert die Leistungen des Liverpooler Offensive vor Corona.

Im ersten Teil der Trilogie wurden die Saisonleistungen der Defensive bis zur corona-bedingten Zwangsunterbrechung unter die Lupe genommen. Im zweiten Teil standen dann Jordan Henderson, Fabinho und deren Mittelfeld-Kompagnons im Mittelpunkt der Analyse. Zum Abschluss werden nun die gezeigten Leistungen der Offensivspieler bis zur Zwangspause im März anhand der Spielerbewertungen thematisiert. Der Tabellenführer startet am 21. Juni mit einem Merseyside Derby gegen den Everton FC in die Phase nach Corona.

Xherdan Shaqiri

Ohne Zweifel, die Saison 2019/2020 wird sich der Schweizer anders vorgestellt haben. Nach einer ordentlichen Debütsaison im roten Trikot mit insgesamt 24 Liga-Einsätzen und neun Scorerpunkten fand die Nummer 23 in der laufenden Runde - auch aufgrund eines verletzungsgeplagten Starts - nahezu keine Berücksichtigung mehr. Lediglich sechs Einsätze, davon nur einer über die komplette Distanz, dazu nur ein Tor - Werte, die für einen derart begabten Spieler nicht zufriedenstellend sein können. Zudem befand sich der zweimalige Champions-League-Sieger in den vergangenen acht Liga-Partien nicht mal im Kader von Jürgen Klopp. Die Saisondurchschnittsnote von 6,1, die zu den schwächsten im Kader der Reds zählt, tut sein Übriges zu einer bisher unglücklichen Spielzeit für Shaqiri. Kein Wunder, dass zahlreiche Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied des noch bis 2023 gebundenen Offensivmannes aufkeimten.

Sadio Mané

Ganz anders die Situation bei Sadio Mané. Der Senegalese, der nach Ansicht vieler Beobachter lange Zeit im Schatten von Mohamed Salah stand, hat sich in der laufenden Spielzeit zu Liverpools Main Man(é) in der Offensive aufgeschwungen - die überragende Saisondurchschnittsnote von 7,5, die Beste aller Akteure, spricht Bände! Insbesondere zu Beginn der Saison, in einer Phase, in der sein Pendant Salah seine PS nicht konstant auf den Rasen bekam, zeigte die Nummer 10, dass auf ihn Verlass ist. Mit 23 Scorerpunkten in 26 Liga-Einsätzen hat Mané einen Wahnsinnsanteil an der bisherigen Rekord-Saison des Liverpool FC!

Mohamed Salah

Den angesprochenen anfänglichen Konstanzproblemen hat sich der 'Egyptian King' mittlerweile entledigt. Seit Anfang Dezember spulte unser Lieblings-One-Hit-Wonder auch in seiner dritten Premier-League-Saison bei den Reds sein gewohnt hohes Niveau ab. Seit dem 16. Spieltag war Salah an 13 Treffern direkt beteiligt - in 14 Partien. Die Saisondurchschnittsnote liegt bei einer starken 7,0.

Harvey Elliott

Der 17-Jährige (!) begeisterte die Anhänger der Reds diese Saison mit seinen Auftritten in den Pokalwettbewerben. Durfte sowohl im FA-Cup als auch im League-Cup jeweils dreimal ran und zeigte, warum er bereits in diesem Alter zum Stammkader des englischen Tabellenführers gehört. Zudem durfte er Anfang des Jahres gegen Sheffield United sein Premier League-Debüt für die Reds an der Anfield Road feiern. Wenngleich bisher keine weiteren Liga-Einsätze hinzukamen, kann der Engländer die bisherige Saison als Erfolg verbuchen - eine 7,0 im Saisondurchschnitt belegen das. "The future is bright"!

 

Roberto Firmino

Si Senor oder Sim Senhor? Der Brasilianer besitzt in seinem technischen Repertoire wohl alles, was ein Weltklassefußballer braucht. Was ihn jedoch für den Liverpool FC in dieser Saison erneut so wertvoll macht, ist weniger das feine Füßchen oder die Torgefahr (bisher 8 Liga-Treffer 19/20) als vielmehr die absolute Bereitschaft, für das Team zu arbeiten. Der schwierig zu greifende Wert Firminos spiegelt sich noch am ehesten in der Anzahl der "Man of the Match"-Awards wider: sechs dieser Auszeichnungen holte sich die Nummer neun in dieser Saison bereits - die meisten aller Reds-Akteure! Auch die Durchschnittsnote von 7,1 ist Zeugnis einer bisher starken Saison Firminos!

Takumi Minamino

Die Corona-Pandemie und die damit verbundene Saison-Unterbrechung führt beim japanischen Winterneuzugang zu einer besonders kuriosen Geschichte - seine beste Leistung an der Anfield Road zeigte er noch im Trikot von RB Salzburg. Im Oktober vergangenen Jahres beeindruckte der 25-Jährige mit einem sehenswerten Treffer sowie einer Vorlage nicht nur die Fans im Stadion, sondern auch Jürgen Klopp. So sehr, dass Minamino im Winter für 8,5 Millionen Euro an die Merseyside geholt wurde, um fortan die Anhänger der Reds im roten Trikot zu begeistern. Trotz der bei diesem Transfer wohl eingepreisten Anpassungszeit an den englischen Fußball ließ Liverpools neue Nummer 18 vor allem im FA-Cup seine Klasse bereits hin und wieder aufblitzen. In der Premier League kam er hingegen nur auf drei (zum Teil Kurz-)Einsätze und konnte in diesen keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. In Falle Minaminos kann die corona-bedingte Pause allerdings durchaus positiv gewertet werden, erlaubt sie dem Japaner doch eine verlängerte Eingewöhnungszeit, sodass er eventuell im Liga-Endspurt nochmal eine wichtigere Rolle einnehmen kann.

Divock Origi

"Football without Origi is nothing" ? - Divock schwang sich zum Ende der vergangenen Saison mit starken Leistungen und entscheidenden Auftritten zum einzig wahren Grund des Fußballsportes auf, wenn man gewissen Phrasen Glauben schenkt. Auch beim Liverpool FC wird man angesichts dieser Spiele die Hoffnung gehabt haben, dass der Belgier in seinem sechsten Jahr im roten Trikot (mit Leih-Unterbrechungen) endlich noch etwas mehr Druck und Entlastung auf bzw. für die Stammspieler Salah, Firmino und Mané ausüben kann. Doch bei einem Blick auf die Einsatzzahlen muss erneut konstatiert werden, dass Origi bisher nicht über die Rolle des Edel-Jokers hinauskam. Bis zur Liga-Pause absolvierte er zwar respektable 22 Liga-Partien, stand dabei aber im Durchschnitt nur 23 Minuten auf dem Platz. Auch sechs Scorerpunkte können nicht über die bisher eher mittelmäßige Spielzeit der Nummer 27 hinwegtäuschen - die im Kadervergleich schwache Saisondurchschnittsnote von 6,1 stützt dies.

Die Reds Offensive zeichnet sich bisher für 42 Liga-Treffer verantwortlich und hat damit einen großen Anteil daran, dass der Tabellenführer die zweitmeisten Toren ligaweit erzielt hat - in bisher 29 Partien 66 Tore. Wir würden uns nicht dagegen wehren, wenn bis zum Saisonende noch das ein oder andere dazukommt!

 








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