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Die Fans des Liverpool FC vom Spirit of Shankly und die Besitzer der Fenway Sports Group einigen sich über das Mitspracherecht eines Fanvorstands beim Premier League-Verein.
Photo credit: Alex Livesey/Getty Images

Nur mit Zustimmung der Fans - Liverpool und Spirit of Shankly kurz vor Einigung

  • Autor Richard Köppe
    30. november 2021

Wichtige Entscheidungen, die den Liverpool FC betreffen, können in Zukunft nur mit Zustimmung der Fans über die Bühne gehen. Nach intensiven Verhandlungen steht der Liverpool FC unter der Leitung der amerikanischen Fenway Sports Group und die LFC-Fangruppierung "Spirit of Shankly" kurz vor einer Einigung über das Mitspracherecht der Fans im Verein.

Monatliche Treffen der Fans mit den Vereinsbossen

Demnach würde es in Zukunft einen Fanvorstand mit 16 gewählten Mitgliedern geben, die bei wichtigen Entscheidungen des Vereins, wie dem Umbau des Stadions, dem Verkauf von Stadionanteilen oder dem Beitritt einer europäischen Super League, ein Vetorecht besitzen. Nur mit der Zustimmung dieses Fanvorstands kann die Fenway Sports Group und der Liverpool FC demnach solche Entscheidungen rechtskräftig treffen.

"Wir werden ein monatliches Treffen mit den lokalen FSG-Vorstandsmitgliedern abhalten und wir werden ein jährliches Treffen mit dem gesamten FSG-/LFC-Vorstand abhalten", sagte Joe Blott vom, "Spirit of Shankly".

"Wir werden frühzeitig Zugriff auf Konten, strategische Pläne oder alles haben, was unseren Fußballverein oder die L4-Community betrifft. Diese Vereinbarung ermöglicht es uns auch, bei strategischen Fragen eine Führungsrolle einzunehmen, anstatt darauf zu warten, dass der Verein mit uns in Kontakt tritt, sondern wir können Themen einleiten, die für die Fans von Bedeutung sind."

Fanvorstand wird demokratisch gewählt

Der Grund für die Einführung des Fanvorstands lag an der unbeliebten Entscheidung der Fenway Sports Group, den Liverpool FC an einer europäischen Super League teilzunehmen. Dies stieß im Frühjahr auf heftige Kritik vonseiten der Fans, vor allem da die Entscheidung im Vorfeld nicht von FSG kommuniziert wurde.

"Wir sehen den Verein als zu den Fans und zur Gemeinschaft gehörend", sagte Blott. "Wir brauchten eine Möglichkeit, um sicherzustellen, dass der Klub rechtlich verpflichtet ist, sich zu Fragen zu beraten und um Zustimmung einzuholen, die sich direkt auf die Zukunft des Klubs und die Fans und die Gemeinschaft auswirken." Somit war die Idee des Fanvorstands geboren.


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Die 16 Mitglieder dieses Gremiums setzen sich aus zehn gewählten Mitgliedern des "Spirit of Shankly" und Repräsentanten der Fanvereinigung "Spion Kop 1906", "Kop Outs", der Liverpool Disables Supporters Association, dem offiziellen Liverpool Supporters Committee, des Liverpool Women's Supporters Comittee und von Glaubens- und ethnischen Gruppen zusammen.

Damit der Fanvorstand in Zukunft von der Fenway Sports Group oder einem anderen Vereinsbesitzer nicht aufgelöst werden kann, wird die benötigte Zustimmung der Fans bei wichtigen Entscheidungen rechtskräftig in die Vereinsstatuten aufgenommen. Ein historischer Schritt für das Mitspracherecht der Fans in Großbritannien.

 





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